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MoinMoin Schleswig 19 2022

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-Anzeige- Schleswig/Angeln - 11. Mai 2022 - Seite 4 Friedrichsberg ...unser Stadtteil Jetzt bei uns: Gartenmöbel-Öl! WIR sind Friedrichsberg! SANITÄRTECHNIK GMBH Margarethenwallstr. 18 · 24837 Schleswig · Tel. (04621) 3 59 29 Schleswig: Friedrichstraße 93, Stadtweg 30 ∙ Jübek: REWE-Markt Schuby: Netto-Markt ∙ Fahrdorf: EDEKA-Markt www.baeckerei-jaich.de ∙ www.traditionsbäcker.de Friedrichsberger Apotheke 130 Jahre Inh. Frank Widera Friedrichstr. 56 24837 Schleswig Tel. 04621-32107 Email: friedrichsberg@foni.net Wie dem T(h)yraweg das„h“ abhanden kam... Schleswig (ife) – Reinhard Unruh, pensionierter Offizier und geschichtlich interessiert, wohnt schon seit etlichen Jahren im Thyraweg in Friedrichsberg. „Die Straßennamen in diesem Viertel haben einen Bezug zum benachbarten Danewerk“, sagt er. Straßennamen mit Geschichte Ganz in der Nähe befindet sich der Margarethenwall, ein Teil der alten Wallanlage, die nun zum Weltkulturerbe gehört. „Abelsteg“, „Waldemarsweg“, „Danewerkredder“, „Haithaburing“, „Göttrikstraße“, „Erikstraße“, „Gormweg“, „Haraldseck“ – alle diese Straßen tragen Namen, die einen Bezug zur mittelalterlichen Geschichte Schleswigs haben. Wer aber war Thyra? Sie war die Frau des Königs Gorm des Alten, des Stammvaters des dänischen Königshauses, und Mutter des gemeinsamen Sohnes Harald, bekannt als Harald Blauzahn. Zeitweilig wurde Thyra in dänischen Mythen als eigentliche Initiatorin des Danewerks benannt, dies Schleswig (ife) – Bereits vor Beginn der Corona-Pandemie knüpfte Dr. Dörte Beier, Leiterin des Schleswiger Stadtmuseums, den Kontakt zur Stiftung F. C. Gundlach in Hamburg. Der Modefotograf und leidenschaftliche Sammler kunsthistorisch bedeutender Fotografie, hat eine der größten Foto- Sammlungen zusammengetragen, die von einer Stiftung verwaltet wird. Jasmin Seck und Natalja Aljasova, Kuratorinnen der Stiftung, haben extra für das Schleswiger Stadtmuseum die Ausstellung „A Day Off“ (Ein freier Tag) Reinhard Unruh neben dem Schild ohne „h“ entspricht jedoch nicht den historischen Fakten. Stadtbauamt informiert Reinhard Unruh und seine Frau Regina entdeckten kürzlich ein neues Straßenschild, auf dem „Tyraweg“ steht – ein kleiner Verbindungsweg vom Husumer Baum zum eigentlichen Thyraweg wurde so benannt. Reinhard Unruh informierte das Stadtbauamt, dass ein „h“ auf dem Schild fehle – „ein Stück weiter steht das Straßenschild in der richtigen Schreibweise“. Der pensionierte Offizier kann beruhigt sein – die Umweltdienste der Stadtwerke SH wurden informiert, das Schild zu ersetzen. „A Day Off“ – ein Blick auf die Freizeitkultur Foto: Feldmann Peter Keetmann, Lisette Model, Martin Parr und Esther Haase, werden gezeigt. Der Blick auf die Erscheinungsformen der „Chips and Fish with the Queen“, London 2018 Freizeitkultur ©Esther Haase: wird teilweise amüsiert, zusammengestellt. Insgesamt manchmal sogar entlarvend 69 Arbeiten international bedeutender Künstler, darunter vorgetragen. Menschen braten in der Sonne und rauchen Henri Cartier-Bresson, Wegee, dabei; Menschen wirken in Halbseitige Sperrung der Gottorfstraße Schleswig (mm) – Hier werden die Autofahrer noch ein paar Tage mehr Geduld haben müssen: Die halbseitige Sperrung der Gottorfstraße, die im Auftrag der Stadtwerke Schleswig- Holstein erfolgte, muss noch bis zum kommenden Freitag, den 13. Mai 2022, verlängert werden. Die Verkehrsführung in der Baustelle erfolgt weiterhin mittels einer Baustellenampel. Insbesondere zu den Spitzenzeiten (morgens und nachmittags) kann es daher zu Verzögerungen kommen. Es wird empfohlen, den Bereich entsprechend zu umfahren. Die Stadt Schleswig bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis und Rücksicht. Foto: Krumrey einem großen Vergnügungspark wie eine anonyme Masse; ein Nudistenpärchen sitzt auf einer Bank. Der Zeitraum, aus dem die Fotos stammen, erstreckt sich von den 1920er Jahren bis in die heutige Zeit. „Die Freizeitkultur hat sich parallel zur Industrialisierung entwickelt“, sagt Jasmin Seck. „Merkwürdigerweise strömen Menschen in Massen an Orte, wo es Freizeitangebote gibt, zum Beispiel nach Mallorca oder an den... weiter auf www.moinmoin.de Im Stadtteil Friedrichsberg Zuhause: Annette Oellerking Schleswig (ife) – Annette Oellerking ist in Schleswig zu einer bekannten Persönlichkeit geworden – durch Projekte im kaufmännisch-organisatorischen, ehrenamtlichen und kreativen Bereich. Sie hat ihre Neigung zum Schreiben auf eigenwillige Art mit ihrem kaufmännisch erworbenen Knowhow verbunden: Seit 2017 baut sie Outdoor-Galerien auf. In eigener Regie hat sie die „Galerie am Weg“ entlang der Tauwerkfabrik Oellerking – entlang des historischen Margarethenwalls auf dem Spazier- und Radweg der ehemaligen Bahntrasse nach Jagel – realisiert. „Bilder und Gedichte sind auf LKW-Plane gedruckt und an Stativen befestigt“, erklärt sie. Dieses Prinzip wurde auch in Zusammenarbeit mit der Gruppe „Offene Ateliers in Schleswig“ angewendet: 2021 erregte eine Outdoor-Galerie im Rathauspark viel Aufsehen. Aktuell wird die Ausstellung „Wasser II“ im Christian Jensen Kolleg, Breklum, gezeigt. Annette Oellerking vor der „Galerie am Weg“ Annette Oellerking, 1962 in Bochum geboren, hat bereits viel erlebt. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Handelsfachwirtin im Textilbereich bei der Karstadt AG in Essen. Nach Stationen bei drei namhaften Textilunternehmen in München, gelangte sie nach Schleswig-Holstein und war in Kiel und Niebüll tätig. Ihren Mann, Christian Oellerking, Foto: Feldmann lernte sie in den 90er Jahren kennen. Seit 1998 hat Annette Oellerking sich in der Tauwerkfabrik Oellerking mit der Koordination von Personal- und Marketing-Belangen befasst. Die Fabrik ist ein „Hidden Global Player“; die Zentrale mit dem Großteil der Verwaltung befindet sich in Schleswig, während die eigentliche Serienproduktion in Polen stattfindet. Rund 500 Mitarbeiter zählt die Firma. Annette Oellerking engagiert sich ehrenamtlich bei den Schleswiger Paten, bei der Stiftung Winkler, beim Ambulanten Hospizdienst und neuerdings auch für den „Schleswig Fonds“. Seit einigen Jahren ist sie für die Firma Oellerking noch beratend tätig – dies bedeutet, dass sie weiterhin alle wesentlichen Vorgänge mitverfolgt. Jedoch hat sie sich verstärkt ihren kreativen Interessen zugewendet (siehe auch www.galerie-am-weg.de und www.textundreim.de) Wir machen Werbung für Sie! Ihr Ansprechpartner: Michael Zemlin Telefon 04621 964116 E-Mail: zemlin@moinmoin.de

Grabkammern in Schleswig erforscht und konserviert Schleswig (ckb) – ) „An dieser Stelle sieht man, dass Museum mehr ist, als Ausstellung“, betont Prof. Claus von Carnap-Bornheim. „Museum ist auch Konservierung, Restaurierung und Forschung. Archäologen arbeiten tagtäglich an der Erhaltung unseres kulturellen Erbes. Das wird nur selten wahrgenommen.“ Der Leitende Direktor und Wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen steht in der Außenstelle der Restaurierungswerkstatt und beobachtet, wie der letzte Holzbalken aus seinem Sandbett gehoben, gesäubert, dokumentiert Poprad-Matejovce. „Das ist und schließlich sorgfältig ein Schlüsselfund für die For- für seine Reise vorbereitet schung“, betont Dr. Nina Lau. wird. Mit dem Rücktransport der rund 60 Holzbalken ist ein langjähriges Projekt zu ende gegangen – die Konservierung des Kammergrabes von „Und es freut uns sehr an diesem außergewöhnlichen Fund beteiligt zu sein.“ Die Wissenschaftlerin für Frühgeschichte am Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA) ist Teil eines 20-köpfigen Expertenteams, das sich im Rahmen eines internationalen und interdisziplinären Forschungsprojektes mit dem Archäologischen Institut Slowakischen Akademie der Wissenschaft Die Grabkammer im inneren Totenhaus während der in Nitra seit Ausgrabung 2006 ©Landesmuseen SH vielen Jahren Tereza Stolcova (Archäologisches Institut an der Akademie der Wissenschaft, Nitra), Janosch Willers und Dr. Nina Lau (v.l.) dokumentieren den letzten Holzbalken, bevor er für die Reise in die Slowakei verpackt wird. Foto: Kleimann-Balke mit der Konservierung, Restaurierung und Erforschung dieses einzigartigen Fundes befasst. Zufälliger Fund 2005 wurde es beim Bau einer Fabrik in der Region Zips unterhalb der Hohen Tatra im Nordosten der Slowakei durch einen glücklichen Zufall entdeckt. Neben einem hölzernen Totenhaus und einer umgebenden äußeren Grabkammer aus einer Blockbaukonstruktion, hatten sich auch weitere organische Funde, darunter ein Totenbett, ein aufwendig gedrechselter Tisch, eine Prozessionsbahre, zahlreiche Textilien und Leder erhalten – in bemerkenswert gutem Zustand. Mit Hilfe der C14 Methode konnte das Grab auf das 4. Jahrhundert n. Chr. datiert werden, die Übergangszeit von römischer Kaiserzeit zur frühen Völkerwanderungszeit. Die Ausstattung des Grabes, die Grabbeigabe, Schmuck und die kostbaren bortenbesetzten Textilien, die der Tote auf seiner letzten Reise mit sich führte, lassen darauf schließen, dass er zur germanischen Elite gehörte und Kontakte zum römischen Kulturkreis pflegte. Er war etwa 20 Jahre alt und 177 cm groß und in einem guten Ernährungszustand. Seine Todesursache ist unbekannt. Sie könnte aber in Zusammenhang mit einer Leberinfektion durch ein genetisch nachgewiesenes Freilegung eines aufwändig verzierten Lederstücks ©Landesmuseen SH Hepatitis-B-Virus zusammenhängen. Darauf geben anthropologische Analysen von Knochenläsionen Hinweise. Tonnenweise Material 2006 sind insgesamt 10 Tonnen organisches Material nach Schleswig transportiert worden, um in der Restaurierungswerkstatt des... weiter auf www.moinmoin.de AUS DER REGION Schleswig/Angeln - 11. Mai 2022 - Seite 5 21. Gottorfer Landmarkt – Genuss für alle Sinne Schleswig (mm) – Am Sonntag, 15. Mai, ist es endlich wieder soweit: Dann findet zum 21. Mal der Gottorfer Landmarkt als größter Ökomarkt Deutschlands unter freiem Himmel in Schleswig auf der Museumsinsel Schloss Gottorf statt. An bis zu 120 Ständen werden von 10 bis 18 Uhr ökologische und nachhaltige Produkte sowie ökofaire Dienstleistungen und technische Innovationen angeboten. Hütehunde-Vorführungen, Schafschur, Kinderprogramm und vieles mehr trifft auf kreatives Kunsthandwerk, auf Theater und beste Unterhaltung. Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause erwartet die Stiftung Schleswig- Holsteinische Landesmuseen an diesem Tag endlich wieder zahlreiche Besucher zum Ökomarkt. Zugleich gehen am weltweit stattfindenden Internationalen Museumstag Kultur und die große Bio-Fangemeinde Hand in Hand. Denn die Landesmuseen für Kunst und Kulturgeschichte und Archäologie öffnen zum Landmarkt wie immer alle Sammlungen und Ausstellungen für das Publikum. Auch der Barockgarten hat nach der Winterpause wieder geöffnet und kann besucht werden: Mit zwei PS geht es hin und zurück, wenn Klaus Peper die Pferde vor seine Kutsche spannt und zwischen Garten und Museumsinsel pendelt. Wer mag, kann kostenlos mitfahren. Während des Landmarktes wird auch das Pro- jekt EinfachHelfen_SH von den schleswig-holsteinischen Sparkassen und der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein und dem Kinderschutzbund SH e.V. unterstützt. So sammeln die Rotarier, die den Ticketverkauf an den Eingängen übernehmen, für die Ukraine- Hilfe. Und auch das Blasorchester Schleswiger Husaren unterstützt das Spendenprojekt mit einem Konzert auf dem Landmarkt von 13 bis 14.30 Uhr. ©Landesmuseen Schleswig-Holstein

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