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MoinMoin Flensburg 34 2017

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40 JAHRE AUF ERFOLGSKURS

40 JAHRE AUF ERFOLGSKURS 2016 Mit den beiden Dänen Henrik Toft Hansen und Lasse Svan hat die SG gleich zwei Olympiasieger in ihren Reihen. Der Förde Park feiert 20-jähriges Bestehen, die Flensburg Galerie hat zehnten Geburtstag. Bagger zerlegen nach langem Leerstand das alte Flensburger Hallenbad am Bahnhof. 2017 Riesenüberraschung bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles: Zwischen Stars wie Adele und Beyoncé gewinnt auch die Flensburger Opernsängerin Dorothea Röschmann einen der begehrtesten Musikpreise der Welt. Die Alexandra kehrt nach erfolgreicher Reparatur in ihren Heimathafen zurück. Flensburg -23. August 2017 -Seite 54 MoinMoin ... ist für mich ein Stück Heimat!“ Jörn Tietje | kommissarischer Direktor der Polizei Flensburg Ehemalige Kaserne in Tarp –neue Verwendung als Baugebiet Schellenpark (2012) Fotos rechts: Tag der offenen Tür MfG 2 Ehemalige Kaserne in Tarp Ehemalige Kaserne in Tarp nach Abriss 2017 1994 Foto (oben): 130 ha Photovoltaik-Anlage auf dem ehemaligen FlugplatzinEggebek. Seit 2009ist die GPCGewerbepark Carstensen GmbH Eigentümer desehemaligen 408ha großen Nato-Flugplatzes in Eggebek. Die GmbH entwickelte das Konzeptdes Energie- undTechnologieparks mit dem Schwerpunkt „regenerative Energien“ undleitet die Projektierungzur Verwirklichung des Konzeptes. Fotos: Kasischke/Privat Wir gratulieren zu „40 Jahre MoinMoin“ und bedanken uns für die gute Zusammenarbeit! THORDSEN 200 Snack &More FLEISCH- UND WURSTWAREN WANDERUPER RÄUCHERLACHS Wanderup •Husumer Str. 1•Tel. 04606-965596 Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und wünschen weiterhin viel Erfolg! • Erd-, Bagger- und Pflasterarbeiten • Gartenlandschaftsbau • Winterdienst • Siebanlage (Verleih) Sascha Holst ·Mittelholzweg 2·24963 Jerrishoe Tel. 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Für diekommenden Soldatenfamilienund zivilen Bundeswehrbeschäftigten wurdenWohnungen gebaut unddas Straßennetz erweitert.Schule und Kindergartenreichten nichtaus,Erweiterungen undNeubauten wurden geplant, und damit auchWohnungen für Lehrer. 2003 Nachdem alle baulichen Voraussetzungen geschaffen waren,fand 1960 das Aufklärungsgeschwader52(kurz AG 52) seine Heimat in Tarp (Unterkunftsbereich/Kaserne) und in Eggebek(Flugplatz). Durch die Bundeswehransiedlung in Tarp entstanden erheblicheFolgemaßnahmen, für welchedie Gemeinde TarpZuschüsse vonder Bundeswehrbeantragte. Hierzu zähltedie Vergrößerung der Schule,der Baueiner Turnhalle, derAusbau des Kanalisations- und Abwassersystems und die Modernisierungder Wasserversorgung genauso wie der Baueines Verwaltungsgebäudes für die Gemeinde, derBau eines Kindergartens,der Ausbau der Bücherei sowiedie Modernisierung der Feuerwehr und der Bau eines Freibades. Außerdem der Neubau eines Pastorates, dieVergrößerung des Friedhofes undder Kapelle. Bis zum Frühjahr 1965 war dasAG52der Luftwaffe in Tarp/EggebekzuHause, eheesnachLeckverlegt und durch das Marinegeschwader 2(MFG 2) ersetztwurde–aus dem FliegerhorstEggebek wurde ein Marinefliegerhorst. In Schleswig-Holstein waren im Verhältnis zu seiner Fläche deutschlandweit diemeisten Soldaten stationiert,davon allein fast einDrittelaller Marinesoldaten. Diegrößte Personalstärkehatte die Bundeswehrhierum1980mit gut60.000Soldateninallen Standorten und zusätzlich etwa 23.000 Zivilbeschäftigten. Damit war dieBundeswehr der größte Arbeitgeber in Schleswig-Holsteinund stellte einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. AuchTarpund Eggebek, die bisher nur„einfach“ ländliche Gemeinden waren, veränderten sich im Laufe der Jahre unter dem Einfluss der Bundeswehr. Unter anderem hatte dieStationierung der Bundeswehrauch großen Einfluss auf dieBevölkerungszahlen. Hatte Tarp vorder Bundeswehrstationierung nur ca.1.200 Einwohner,so wuchsdie Zahlbis 1980 auf gut5.000und erreichte 2005 knapp 6.000Einwohner. Die Einwohnerzahl wächst deutlich Heute sindesrund5.400.Für Eggebeksindinden Zeiträumen die vergleichbarenZahlenrund1.700, 1.750, 2.600 und 2.500. In derRegion Tarp/Eggebek erkannte man überwiegenddie Chancen, die dieBundeswehr brachte, undvom Ergebnis her, wie heute jeder weiß, war es richtig,die Bundeswehraufzunehmen. Man kann davon ausgehen, dass dieBundeswehr im Laufe der Jahreganz erheblich zumAufschwung besonders derGemeinde Tarpbeitrug undeinen Boom in vielen Bereichen auslöste. Sie warpraktisch dieInitialzündungfür dieAnsiedlung von verschiedenen Wirtschaftszweigen, die Schaffungvon Arbeitsplätzen und den Aufschwung in Handel und Gewerbe. Dazutrug vor allen Dingen die gute Infrastruktur –teilweise veranlasst durch die Bundeswehr –mit neuen Straßen,Eisenbahn und nahem Autobahnanschlussbei. Bestürzunginder Bevölkerunglöste 2003die Botschaft aus,dassdas MFG 2durch die LuftwaffeinJagelübernommenwerden soll und somit aus Tarp/Eggebek abziehensoll. Man befürchtete nun dasSchlimmste für Tarp und die Region,vor allen Dingen denWegzugvieler Bundeswehrangehöriger, die Schließung vonGeschäften undFirmen undden Leerstandvieler Häuser.Es kam zumGlück anders.Die schlimmsten Vorahnungen erfüllten sich nicht. Die Soldaten undZivilbeschäftigtenblieben in ihren Häusern wohnenund nahmenstattdessen längere Anfahrtswege zu ihren neuen DienststelleninKauf. Auch die Geschäfteschlossen nicht, sondernbauten sogar neu undnochgrößer,sowie beispielsweise Lidl und Aldi und aktuell eine in diesem Jahrvorgesehenedeutliche Vergrößerungdes Famila- Handelsmarktes. Vergessen sollte manhier nichtdie Weitsichtigkeit aller Bürgermeisterseit etwa 1960, die ihre Chancensahen und nichtnur aufdie Bundeswehr vertrauten, sondern viele BetriebenachTarpholten und hier zu günstigen Bedingungenansiedelten. So wurden auch immer mehr Arbeitsplätze außerhalbder Bundeswehr geschaffen.Hinzu kam die Erschließung von immer neuen Baugebieten. Auchdie freigewordenen Flächen der ehemaligen Kaserne in Tarp–nun Schellenpark –sind zu einem großen Neubaugebietgeworden. Auchdas ehemalige Flugplatzgelände in Eggebek wird inzwischen anderweitig als Gewerbegebiet (400 2004 ha) genutzt und brachteder Gemeinde vieleneueArbeitsplätze. Neubaugebiete Dort, wo einst einreger Flugzeugverkehr stattfand, befindet sich heute neben einer Biogasanlage einePhotovoltaik-Freiflächenanlage. Der „Solarpark Eggebek“ war beiInbetriebnahme im August 2011 einerder größten Solarparks Deutschlands. Die Anlage entstand auf einer Gesamtfläche von 160 ha, wovon ca. 130hamit Modulenbebaut wurden. Auf dem Gelände haben sichzudem an die60Firmen angesiedelt. Sieproduzieren, reparierenoderlagerninaltenFlugzeughallen Getriebe und Flügel vonWindrotoren.Genutzt wirdauchdie Start- und Landebahn –als Verkehrsübungsplatz vom ADACoder für dasFahrtrainingder Spezialeinsatzkräfte der Polizei. Die Amtsvorsteher der ÄmterOeversee(Ralf Bölck)und Eggebek (Jacob Bundtzen)sind sicheinig:„Die Bundeswehr warein Glücksfallfür dieRegion. Sie hatte den Aufschwung angestoßen und eingeleitetund damit für die AmtsbereicheAlternativen geschaffen, dieohne die Bundeswehr nicht möglich gewesen wären.“ 40 JAHRE JAHRE auf Erfolgskurs auf Erfolgskurs

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