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MoinMoin Flensburg 34 2017

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40 JAHRE AUF ERFOLGSKURS

40 JAHRE AUF ERFOLGSKURS 1992 Gründung einer IGS (Integrierte Gesamtschule). Die Realschule Flensburg-Ost beginnt mit ihrer –jahrgangsweisen –Auflösung. Einweihung der Erweiterung des Technologie- und Gewerbezentrums (TGZ). Erster Bauabschnitt der Innenstadtentlastungsstraße Ost (Osttangente) von der Anschlussstelle „Flensburg-Süd“ bis Eckernförder Landstraße wird freigegeben. Unter Trainer Zvonimir „Noka“ Serdarušić gelingt der SG Flensburg-Handewitt der Aufstieg in die Handball-Bundesliga. Flensburg -23. August 2017 -Seite 38 WIR GRATULIEREN! Hans-Peter Hansen und mit „Landarzt“ Walter Plathe im Gasthaus Unewatt. Hans-Peter Hansen 2002 mit Chris de Burgh in der damaligen Campushalle (heute Flens-Arena). Fotos: Hansen/Voldewraa Flensburg (lip) -40Jahre sind zweifelsohne eine lange Zeit. Noch viel länger als die Geburtstunde der Moin- Moin reicht allerdings die Tradition des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Kreisverbandes Schleswig-Flensburg e.V. zurück, einer der ältesten im Land überhaupt: 2002 Der Landarzt und die Rübentage 2002 Marken- u. Aktions-Sonderposten Wir gratulieren der MoinMoin und danken für die jahrelange gute Zusammenarbeit! KRÜMET Handelsges. mbH &Co. KG Kieler Str.37-39 ·25474 Bönningstedt ·zentrale@kruemet.de www.kruemet.de Am 24. Juli 1874 um 3Uhr trafen sich die Flensburger Gast- und Schankwirte in dem Saal des Gasthauses „Sanssouci“ bei Peter Kiesbye, um für Flensburg den Verein der Gast- und Schankwirte für Stadt und Land zu gründen. Anlass hierfür war die Einführung der Reichswährung in Schleswig-Holstein durch Bismarck, die zum 1. August 1874 erfolgen sollte und die eine Umrechnung der Preise von Schilling Courant auf Reichsmark erforderte. Man wählte einen provisorischen Vorstand, um die Statuten des Vereins zu entwerfen und vereinbarte einen gemeinsamen Preiscourant über die „meistgeforderten Getränke“. Demnach wurden die Preise durchschnittlich von 1ßCrt respektive 4ßRmauf 1gr=10Pf erhöht. Nur der Bierpreis (15 Pf pro Seidel) sollte bis auf weiteres nicht gesteigert werden. 3Hamburger Schilling sollten sodann von den vereinigten Wirten zu 20 Pf gerechnet werden. Die aufkeimende Kritik an der Erhöhung konnten die Gastronomen gut begründet zurückweisen, anders als es vielleicht bei der Euro-Einführung am 1. Januar 2002 der Fall war. Doch auch darüber lässt sich sicher streiten. Unstrittig ist, dass der DEHOGA Kreisverband Schleswig-Flensburg, der im Laufe seiner langen Geschichte viermal umbenannt wurde, auch in den letzten 40 Jahren eine Menge Gutes bewirkt hat –nicht nur für die Hoteliers und Gastronomen, sondern auch für die Gäste und Restaurantbesucher. So wurden 1989 unter Federführung des damaligen DEHOGA- Vorsitzenden Jens Larssen die Steckrübentage aus der Taufe gehoben und finden seitdem immer im Herbst eines jeden Jahres im nördlichen Schleswig-Holstein statt. Mit der Steckrübe hat der DEHOGA Kreisverband Schleswig- Flensburg ein als angesehenes und lange Zeit vergessenes Gemüse „wiederbelebt“. Die Steckrübe mit ihrem niedrigen Kaloriengehalt und ihren bedeutenden Mengen an Folsäure, Kalium, Calcium und Ballaststoffen ist nicht nur gesund –sie ist äußerst geschmackvoll und vielseitig. Davon können sich Jahr für Jahr auch die Ehrengäste bei der offiziellen Eröffnung der Steckrübentage überzeugen. 2002 konnte der damalige Wirt des Gasthauses Unewatt und heutige DEHOGA-Kreisvorsitzende Hans-Peter Hansen zum Beispiel Schauspieler Heinz Reincke unter den Teilnehmern begrüßen. Im selben Jahr kehrte bei ihm auch noch „Landarzt“ Walter Plathe ein. „Die Dreharbeiten zur Serie fanden direkt bei uns in Unewatt statt und das Gasthaus fungierte als Maske und Umkleideraum“, erinnert sich Hansen gerne daran. Der freundschaftliche Umgang mit Prominenten, wie zum Beispiel auch Sänger Chris de Burgh, ist ihm noch aus seiner Kölner Zeit vertraut, als er in der Domstadt ein Prominentenlokal betrieb. Doch egal ob Prominenter oder einfacher Bürger –bei den Mitgliedsbetrieben des DEHOGA wird Gastlichkeit stets groß geschrieben. Neben den Steckrübentagen gab und gibt es viele weitere Aktionen wie die Neptunstage, die von den Heringstagen im Fördenland abgelöst wurden, und Hering- und Matjesspezialitäten mit Beilagen aus der Region (Motto: Schleswig- Holstein is(s)t lecker!) in den Mittelpunkt stellen, das Aalutsetten in der Schlei, das Werben für heimische Gerichte und Getränke auf der Grünen Woche in Berlin oder bei Gastro-Messen und die Werbung für und um den Nachwuchs. Und natürlich setzt sich der DEGHOGA Schleswig-Flensburg auch immer wieder bei aktuellen politischen Themen für die Belange seiner Mitglieder und deren Gäste ein. So war am 7. Juli 2009 auch eine Abordnung aus dem hohen Norden dabei, als in Neumünster das Gastgewerbe in einer Großdemo für eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 7Prozent und damit eine Angleichung an die Lebensmittelbranche auf die Straße ging. Das Thema ist nach wie vor aktuell. „Es ist doch geradezu schizophren, dass für eine Bockwurst, die vor Ort gegessen wird 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig werden, für die gleiche Wurst außer Haus aber nur 7Prozent“, sagt Hans-Peter Hansen. Auch in der Diskussion um eine mögliche Wiedereinführung der Getränkesteuer oder wie jüngst in Flensburg der Tourismusabgabe („Bettensteuer“) hat der DEHOGA seine Stimme erhoben. Wie Elvis nach Flensburg kam … Flensburg (lip) –Esgibt viele Elvis-Imitatoren, aber nur die wenigsten haben außer einem bunten Glitzerkostüm viel mit dem vor 40 Jahren verstorbenen King of Rock’n’Roll gemeinsam. Bei Roy Hurst ist das etwas anderes. Wenn der gebürtige Jamaikaner ans Mikrofon tritt, meint man tatsächlich, „the King“ wäre von den Toten wieder auferstanden. Der inzwischen 70-jährige Sänger, der im Flensburger Ortsteil Tarup wohnt, ist nicht nur seit Jahrzehnten bekennender Elvis-Fan, sondern hat die Legende sogar einmal persönlich getroffen. „Das war 1965 in Fort Lauderdale in Florida bei Filmaufnahmen zu dem Film ‚Girl Happy‘“, erinnert sich Hurst, der rein äußerlich ein wenig an Roberto Blanco erinnert. Der Kontakt zu Elvis sei damals über einem mit seinem Vaters befreundeten Colonel zustande gekommen, berichtet der sympathische Mittelamerikaner, der schon mit 14 Jahren angefangen hat zu singen und seit den frühen 60er Jahren selbst als Elvis- Interpret in Jamaika, den USA, Deutschland und Dänemark auftritt. Ein paar alte Schallplatten aus dieser Zeit hängen noch bei ihm zu Hause an der Wohnzimmerwand. Als die Hurst-Songs damals im Radio gespielt wurden, hätten viele sie tatsächlich für neue Elvis-Lieder gehalten, erzählt er stolz. Spätestens nachdem er sein großes Idol 1970 in Miami Beach bei einem Live-Konzert erlebt hatte, war für Roy Hurst endgültig klar, dass er sich von nun an ganz auf Elvis-Songs konzentrieren würde. Und wie es der Zufall so wollte, lernte er 1973 den Harrisleer Hotelier Erich Toffer kennen und so kam es, dass er 1979 erstmals in Deutschland sang –und zwar auf einer Silvesterparty im Hotel an der Grenze. Es folgten Auftritte in Wuppertal und Hamburg und schließlich lernte er bei einem weiteren Besuch in Flensburg Anfang der 80er Jahre die Dänin Inga Christensen kennen. 1983 heirateten die beiden und Hurst blieb in Harrislee wohnen. Mit seiner Band „Roy Hurst &The Persuaders“ hatte er umjubelte Auftritte in der ganzen Region vom Deutschen Haus in Flensburg bis nach Dänemark. Immer wieder flog er zwischendurch auch nach Amerika und in seine Heimat Jamaika um dort aufzutreten –und das bis zum heutigen Tage. Nur Harrislee hat Roy 2014 Hurst nach dem tragischen Tod seiner Frau vor einem Jahr den Rücken gekehrt und in Tarup sein neues Zuhause gefunden. Dort feilt er in seinem kleinen Homestudio an neuen Songs, außerdem ist er regelmäßig im Offenen Kanal zu sehen und wird mittlerweile überall erkannt. So wie neulich, als er bei Aldi einer Mutter mit ihrer Tochter begegnete: „Guck mal, das ist doch Elvis!“ Foto: Philippsen

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