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MoinMoin Flensburg 17 2021

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Flensburg - 28. April 2021 - Seite 2 SEITE 2 Testrollern bei Spendenübergabe – „das macht Spaß!“ befinden (v.l.) Ingo Diedrichsen (Lions Club Flensburg-Schiffbrücke), Christine Keller, Dr. Frank Helmig, York Winter (Diako) und Thomas Schwedhelm (Lions Club Flensburg-Schiffbrücke) Ins Rollen gebracht Flensburg (mm) – Eine großzügige Spende des Lions Club Flensburg-Schiffbrücke unterstützt die Bewegungstherapie für Menschen mit psychischem Handicap: Spezielle Roller ermöglichen Bewegungstherapie mit Abstand. „Unter den Pandemiebedingungen ist es sehr schwierig, unseren Patienten bewegungstherapeutische Angebote zu machen. Dabei ist die Bewegungstherapie ein sehr wichtiger Teil unseres Angebotes: Sie fördert Konzentration, Gleichgewicht und Kraft, aktiviert und stabilisiert die Stimmung,“ berichtet Dr. Frank Helmig, Chefarzt der DIAKO Fachklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Flensburg. „Aber Sporthalle und Sporträume können wir zurzeit gar nicht oder nur sehr begrenzt nutzen. Rollerfahren ist jedoch sehr gut möglich, denn die Rollergruppe kann draußen auf den Wegen mit viel Abstand unterwegs sein. Das Rollerfahren ist bei unseren Patienten sehr beliebt, macht Freude, ist leicht zu erlernen und auch gerade für schwer psychisch Erkrankte gut umsetzbar. Diese speziellen Roller mit großen Rädern sind auch für Menschen mit Handicap gut geeignet,“ ergänzen Christine Keller und York Winter, die die sporttherapeutischen Rollergruppen der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) und der Tagesklinik für Erwachsene leiten. „Bisher gab es nicht genug Roller, um die Nachfragen aus Ambulanz, Tageskliniken und Stationen zu befriedigen“, so Dr. Frank Helmig weiter. „Deswegen freuen wir uns riesig über die Spende des Flensburger Lions Club Flensburg-Schiffbrücke über 3.500 Euro. Wir konnten neun weitere Roller anschaffen.“ „Wir wollten gern etwas spenden, was den Menschen mit psychischem Handicap ganz direkt zugute kommt, denn sie sind durch die Pandemie sehr benachteiligt. Die Idee mit den Rollern hat uns da gut gefallen“, ergänzt Ingo Diedrichsen, Präsident des Flensburger Lions Club Flensburg-Schiffbrücke. Foto: Diako Drehstart vor der Kulisse des Flensburger Hafens (v.l.): Katharina Schlothauer (Svenja Rasmussen), Janis Rebecca Ratenni (Regisseurin), Eugene Boateng (Antoine Haller) Dreh für neuen Flensburg-Krimi Flensburg (mm) – Noch bevor die neue Ermittlerin Svenja Rasmussen (Katharina Schlothauer) ihren Dienst in der alten Heimat aufnehmen kann, werden sie und ihr Kollege Antoine Haller (Eugene Boateng) zu einem Leichenfund an die Förde gerufen. Regisseurin Janis Rebecca Rattenni („Rentnercops“, „Rote Rosen“) setzt „Der Flensburg Krimi: Heimkehr“ (AT) nach einem Buch von Stephan Wuschansky („Soko Köln“, „In aller Freundschaft“) noch bis zum 15. Mai in Flensburg und Hamburg in Szene. Für die Koproduktion von NDR und Degeto steht Victor Voß hinter der Kamera. Der Film wird im Rahmen des „Donnerstags- Krimis im Ersten“ voraussichtlich im kommenden Herbst zu sehen sein. Zur Handlung: Kriminalhauptkommissarin Svenja Rasmussen kehrt in ihre alte Heimat Foto: NDR/Christine Schroeder Flensburg zurück, wo sie sich um ihren Vater Morten (Uwe Rohde) kümmern muss, der seit dem Selbstmord ihres Bruders an Psychosen leidet. Vorübergehend soll es sein, denn sie tritt lediglich eine Elternzeitvertretung in dem Revier an, das sie vor ein paar Jahren Richtung Hamburg verlassen hatte. Ihr zur Seite wird der neue Kollege Antoine Haller gestellt, der einerseits ein guter Kommissar mit Ambitionen ist, andererseits aber privat auch gerne mal das Glücksspiel wagt. Das neue Ermittlerduo muss erst noch zusammenfinden – hier und da reibt es sich: So hat es Svenja im Job nicht so mit Duzen und Antoine würde lieber ohne Hierarchien auskommen. Ob das gut geht mit den beiden? Schnell wird das neue Ermittlerteam in seinen ersten Fall hineingezogen: An der Flensburger Förde wird die Leiche von Christian Rommedahl angespült, der gemeinsam mit seiner Frau Grete in einem kleinen Dorf nahe dem dänischen Sønderborg lebte. Hier betrieb er mit seinem Freund und Kollegen Lasse Jørgensen eine Bootswerkstatt, die jedoch kurz vor der Pleite steht. Gab es Streit zwischen den beiden und hat Jørgensen seinen Freund auf dem Gewissen? Weiter spielen u. a. Wolfgang Grandezka (Daniel Kerner), Iris Becher (Ina Friemert), Teresa Harder (Dr. Jelena Schiwago) Lisa Flachmeyer (Anna Rasmussen), Max von Pufendorf (Philipp Schaaf) und Christan Ehrich (Frank Potthoff). Produzentin ist Iris Kiefer (für filmpool fiction). Die Redaktion haben Daniela Mussgiller (NDR) und Katja Kirchen (ARD Degeto). Blaulichttag wird erneut verschoben Flensburg (ots) – Eigentlich sollte es ein tolles Event für alle Freunde von Blaulicht und Martinshorn werden. Die Flensburger Bundespolizei hatte zusammen mit 24 weiteren Rettungs- und Hilfeleistungsorganisationen aus dem Raum Flensburg und aus Dänemark den mittlerweile 4. Blaulichttag in Flensburg geplant. Vom ASB bis zum Zoll wollten sich diese Organisationen erneut am Flensburger Hafen präsentieren. Auch fünf Institutionen wie Polizei, Zoll, Feuerwehr und Rettungsdienst aus Dänemark hätten ihr Equipment vorgeführt. „Open-Ship“ auf diversen Einsatzschiffen war ebenfalls geplant. Jedoch sind alle Organisationen nun zu der Entscheidung gekommen, den Flensburger Blaulichttag, der bereits vom Jahr 2020 auf den 31. Juli 2021 verlegt wurde, ins Jahr 2022 zu verschieben. „Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber wir können bei der Größe der Veranstaltung weder bei den Besuchern noch bei den Blaulichtorganisationen einen Ansteckungsfall verantworten“, sagte Hanspeter Schwartz von der Bundespolizei. Ein Termin für den Blaulichttag im Jahr 2022 wird rechtzeitig bekannt gegeben. Glücksburg: Der Schatz im Boden Holnis (bni) – An einem strahlenden Frühlingsmorgen stapfte Umweltminister Jan Philipp Albrecht in Begleitung von Vertretern der Stiftung Naturschutz S-H, der Landesforsten und der Christian-Albrechts-Universität Kiel in den Glücksburger Wald, um „den Schatz im Boden“ eines Waldmoors zu untersuchen. Dieses Moor zählt zu den 10 Prozent noch intakten Mooren, die gerade im waldarmen Schleswig- Holstein einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, da sie bis zu sechsmal so viel CO2 speichern wie Wälder, gibt die Stiftung Naturschutz bekannt. Mit dem Besuch stellt das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) das mit 10 Mio. Euro pro Jahr aus der Landeskasse geförderte Programm „Biologischer Klimaschutz“ vor. Eine der drei Säulen des Programms ist die Wiedervernässung trockengelegter Moore. Gerade in diesem Bereich sieht das Ministerium großes Potenzial: bis 2030 sollen jährlich 717.500 Tonnen CO2 Äquivalente gebunden werden. Das entspricht dem jährlichen CO2 Ausstoß von ca. 70.000 Menschen (ausgehend von 10 Tonnen Emissionen pro Person pro Jahr). Fehler vergangener Zeiten wie der des Torfabbaus und der Trockenlegung haben dazu geführt, dass die mehr oder minder stark entwässerten Moore eine negative Klimabilanz aufweisen, also Kohlenstoff abgeben und das muss in Zeiten der Klimawandels gestoppt werden. Die Behebung „geht nicht von heute auf morgen,“ so Dr. Walter Hemmerling von der Stiftung Naturschutz, aber darum wird auch gleich 2021 mit einer schrittweisen „Verwässerung“ begonnen. Mit der Untersuchung des CO2- Speicherpotentials von Waldmooren wurde Professor Joachim Schrautzer von der Uni Kiel beauftragt. In einem angrenzenden, entwässerten Waldmoorgebiet im Landesforst wird der Boden zunächst hydrologisch Waldumbau (v.l.): Minister Jan Philipp Albrecht, Tim Scheerer, Udo Harriehausen untersucht, so Prof. Schrautzer, um dort nach schrittweiser Bewässerung Erlen und Weiden zu pflanzen und das System wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die zweite und dritte Säule des Programms „Biologischer Klimaschutz“ bilden Neuwaldbildung/ Waldumbau und die Umwandlung von Äckern in Grünland. Waldumbau wird bereits seit 30 Jahren betrieben, erläuterte Tim Scheerer von den Landesforsten. Hier geht es darum, Nadelbaumwälder in einen „klimafitten“ Mischwald umzuwandeln, der bei Trockenheit und Hitze stabiler ist, sagt Udo Harriehausen von den Landesforsten. Waldbewirtschaftung, so Scheerer, sei keine Plantagenwirtschaft, sondern es entstehe ein Biotop für Artenvielfalt. Totholz ist beispielsweise unerlässlich für Insekten, und in Waldmooren bieten umgefallene Bäume sogar trockene wie nasse Lebensräume für diverse Tierarten. Gleichermaßen bilden Grünflächen, die auf Ackerland entstehen, wertvollen Lebensraum für Tiere und Insekten. Der Kontakt zu Landwirten wie auch zu den zahlreichen privaten Waldbesitzern der betroffenen Flächen ist hergestellt und Dr. Hemmerling freut sich, dass unter den privaten Waldbesitzern „alle Foto: Nielsen mit an Bord sind“. Zudem wird das Programm von der Zivilgesellschaft inkl. Unternehmen gefördert. „Die Kooperation der Landesforsten Schleswig-HolsteinundderStiftungNaturschutz ist ein starkes politisches Signal für den Klima- und Naturschutz,“ sagt Umweltminister Albrecht. Das an Moorböden reiche Land übernimmt damit in Deutschland eine Vorreiterrolle. Diese Synergien sind entscheidend, um die Emissionen bis 2050 auf Null bringen zu können. „Das muss uns viel wert sein“, so Umweltminister Albrecht. Info: www.stiftungsland.de Die neue Promenade wird gut angenommen. Weitere Planung Wassersleben Fotos: Gemeinde Harrislee Harrislee (mm) – Es geht weiter mit der Sanierung des Strandbereichs in Wassersleben! Der erste Bauabschnitt wurde letztes Jahr abgeschlossen, die neue Promenade von den Besuchern seitdem sehr gut angenommen. Nun soll es voran gehen mit weiteren Bauabschnitten. Eine Informationsveranstaltung vor Ort, wie im Jahr 2018, kann aufgrund der Kontaktbeschränkungen dieses Mal nicht stattfinden. Stattdessen werden die Pläne mit Erläuterungen ausgehängt: - am Strandpavillon, Wassersleben 10, (jederzeit sichtbar) - und im Bürgerhaus, Süderstr. 101, (während der Öffnungszeiten nach vorheriger Anmeldung unter 0461 706-0) in der Zeit vom 19.04.2021 bis zum 03.05.2021. Außerdem können Interessierte in diesem Zeitraum die Pläne sowie einen Informationsfilm unter www.harrislee.de/ strandbad_wassersleben einsehen. Die Gemeine Harrislee freut auf die weitere Entwicklung und den Austausch mit den Bürgern! „Teilen Sie uns also Ihre Hinweise oder Anregungen gerne mit. In diesem Fall erklären Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung auf der Homepage www.harrislee. de gelesen haben und damit einverstanden sind. Ihre Eingaben werden Grundlage für die weiteren Beratungen in den gemeindlichen Gremien sein. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung unter Tel 0461 706- 130“, heißt es in einer Pressemitteilung. Mon.-Frei. 13-17 Uhr - Sbd. geschlossen Finde uns auf Facebook Impressum Herausgeber/Verlagshaus: Kopp & Thomas Verlag GmbH Am Friedenshügel 2, 24941 Flensburg Postfach 22 65, 24912 Flensburg Telefon: 0461 588-0, Telefax: 0461 588-58 E-Mail: ktv-verlag@moinmoin.de www.moinmoin.de Private Kleinanzeigen-Annahme: 0461 588-8 Verteilung: Telefon: 0461 588-0 Telefax: 0461 588-9400 Lokal-Redaktion: Flensburg: Alice Krumrey (verantw.) 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Munkbrarup (saf) – 100 Bewohner des kleinen Ortes Munkbrarup gehen gerade auf die Barrikaden. Das sind immerhin zehn Prozent der Bevölkerung, denn hier leben etwa 1.000 Menschen. Junge Familien mit kleinen Kindern und Senioren haben sich für diesen Ort entschieden, um hier in Frieden inmitten intakter Natur und landschaftlicher Schönheit leben zu können. Zu diesen Menschen gehört auch Familie Hollesen, die mit ihren zwei Kindern und mehreren Pferden am Ortsende im Harkmoor 2 wohnt. Gleich hinter ihrer Gartenhecke soll in Zukunft das neue Gewerbegebiet entstehen, das auf 1,5 Hektar Platz für vier bis fünf Firmen bieten soll. „Ursprünglich sollte ein kleines Gewerbegebiet für die ortsansässige Autowerkstatt geschaffen werden, die ihren Standort ändern muss“, berichtet Sandra Hollesen. „Doch nun fördert der Bürgermeister eine zusätzliche Bürgermeister Heiner Iversen. Protest in ländlicher Idyllle Foto: Freie Wählergemeinschaft Munkbrarup-Rüde Die Familien Hollesen, Matthies, Arnold und Matthiesen gehören zu jenen, die sich mit einer Unterschriften-Aktion gegen das geplante Gewerbegebiet wehren wollen. Ansiedelung von weiteren Unternehmen. Eines davon ist ein Lebensmittel-Lieferservice, der eine große Kühlhalle mit Verpackungsstraße und mehreren Ladestationen für die Elektroautoflotte plant“, so die Anwohnerin aufgebracht. „Mit der Ruhe ist also bald Schluss, denn die Zuwegung zum neuen Gewerbegebiet läuft mitten durch den Ort. Sprich durch eine schmale 30er Zone mit unbefestigten Rändern, auf denen sich jeden Tag mehr als 50 Kinder auf dem Weg zur Schule und zum Kindergarten befinden, dazu Radfahrer, behinderte Menschen in Rollstühlen aus den Mürwiker Werkstätten, Senioren und Leute mit Hunden und Pferden. Das wird eine Katastrophe“, befürchtet sie. „Munkbrarup ist als Stadtrandkern II. Ordnung ausgewiesen. Wir haben weder einen Kaufmann, noch einen Arzt oder eine Apotheke, geschweige denn einen Kiosk oder irgendetwas an Infrastruktur. Wir stellen uns also die Frage, warum eine riesige Kühlhalle mit Verpackungsstraße mit hohen Lärmbelastungen durch Kühlanlagen und Lieferungsverkehr ausgerechnet hier angesiedelt werden muss“. Dazu kommt noch, dass sich auf dem Feld, das bald bebaut werden sollen, höchst seltene Rotmilane angesiedelt haben, die hier jagen und ihre Jungen versorgen. Der Ärger der Anwohner ist also groß. Fakt ist jedoch, dass mit dem 2018 vorgelegten Ortsentwicklungskonzept der Startschuss für zwei neue Gebiete im Ort gefallen ist. Ein neues Wohngebiet an der Rimmstraße und ein neues Gewerbegebiet am Harkmoor, die nur gemeinsam realisierbar Foto: Fleischmann sind, da das eine das andere finanzieren muss. „Wir könnten ja damit leben, wenn sich hier nebenan kleine, ortsansässige Unternehmen ansiedeln würden, aber mit einer so großen Firma haben wir nicht gerechnet“, sagt Sandra Hollesen als Sprecherin aller Anwohner, die eine Petition gegen das Gewerbegebiet unterschrieben haben. Am 3. Mai wollen sie ihre Unterschriften dem Bürgermeister vorlegen, der an diesem Tag die Öffentlichkeit über den Stand der Dinge informiert will. Änderung der Verkehrsführung geplant Bürgermeister Heiner Iversen sagt dazu, dass man bisher ganz am Anfang des Planungsverfahrens sei und man die Öffentlichkeit in die Diskussion miteinbeziehen wolle. Und dass bei zunehmender Bebauung eine Änderung der Verkehrsführung nötig sei, wisse man ganz genau. „Die Gemeindevertretung wird dazu Vorschläge präsentieren“, stellt Iversen in Aussicht. Er muss sich allerdings die Fragen gefallen lassen, warum es keinen alternativen Standort für das Gewerbegebiet gibt und warum sich ortsfremde Firmen dort ansiedeln dürfen. „Da stellt sich doch die Frage, ob die Gewerbesteuern dann auch tatsächlich im Dorf bleiben. Zudem steht im Raum, unsere Grundsteuer zu erhöhen, wenn Gewerbesteuern durch Wegzug vorhandener Firmen wegfallen“, berichtet Sandra Hollesen weiter. Bürgermeister irritiert Der Bürgermeister zeigt sich von den Vorwürfen ziemlich irritiert, denn bei ihm sei noch gar kein Gegenwind angekommen. „Und wir haben ja auch noch gar keine genauen Informationen darüber, was die Firmen planen, die bisher nur ihr Interesse an einer Ansiedlung bekundet haben. Es gibt noch keinerlei Verträge“, sagt er. Aber bis zum Treffen im Mai würden weitere Informationen vorliegen und der Öffentlichkeit präsentiert. Dann könnten gegebenenfalls Lärmgutachten in Auftrag gegeben werden, um die tatsächliche Belastung für die Anwohner ermitteln zu können. Eine alternative Fläche sei jedenfalls nicht vorhanden, ist er sich sicher, denn „ein Gewerbegebiet darf nicht an ein Wohngebiet angrenzen. Dort wo Familie Hollesen wohnt, ist allerdings landwirtschaftliche Fläche und somit darf sich daneben Gewerbe ansiedeln. Voraussetzung für das Ansiedeln der Betriebe auf unseren Flächen ist selbstverständlich, dass dort dann auch der offizielle Firmensitz ist und dementsprechend Gewerbesteuer gezahlt wird“, versichert Iversen. Ein Gewerbegebiet sei für die Gemeinde eine Investition in die Zukunft und ein reines „Schlafdorf“ wäre nie sein Ziel gewesen, fügt er hinzu. Es herrscht also noch eine Menge Redebedarf in Munkbrarup… Infoveranstaltung Die Infoveranstaltung findet am Montag, 3. Mai, um 18 Uhr in der Sporthalle der Schule Munkbrarup statt. Foto: Appold SEITE 3 Flensburg - 28. April 2021 - Seite 3 Schloss Glücksburg öffnet Glücksburg (lip) – Nach der langen Corona-Zwangspause erwacht auch das Glücksburger Schloss endlich wieder aus seinem Dornröschenschlaf: Seit Sonnabend ist das Glücksburger Wahrzeichen zumindest an den Wochenenden wieder für Besucher geöffnet. Bis zum Ende des Beherbergungsverbotes am 9. Mai ist das Schloss zunächst immer Sonnabends und Sonntags von 12 bis 17 Uhr für den Publikumsverkehr geöffnet. Die nächsten Termine lauten: Sa, 1. und So, 2.5. 12 Uhr bis 17 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr. Sa, 8. und So, 9.5. 12 Uhr bis 17 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr. Ab Montag, den 10. Mai ist das Schloss dann wieder täglich von 12 Uhr bis 17 Uhr geöffnet (letzter Einlass 16 Uhr) – sofern das Beherbergungsverbot aufgehoben wird. Ansonsten bleibt Täglich wissen, was los ist! es weiterhin bei den Öffnungszeiten an den Wochenenden. Da das Schloss über 2.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche hat und je 20 Quadratmeter ein Gast zulässig ist, können bis zu 100 Gäste zeitgleich die Glücksburgerr Sehenswürdigkeit besuchen. „Wir freuen uns über jeden Gast, der in die Geschichte Schleswig-Holsteins eintauchen möchte und einfach mal wieder etwas unternehmen und sehen möchte“, so Museumsdirektorin Susanne Ascheron. Natürlich gelten beim Schloss besuch die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln und die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Weitere Informationen zum Schloss und zum Hygienekonzept im Internet unter www.schloss-gluecksburg.de Sie interessieren sich für Nachrichten und Geschichten aus und über unsere Region? 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Zusammengerechnet führten diese zu einem Gesamtergebnis. Die addierten Kombinationen ergaben eine Glückszahl, die gleich für zwei Hauptpreisgewinner bedeutend sein sollten. Die anschließenden Gewinn- Party - Service www.HATESAUL.de 04638/89590 Monika Niemeyer. Burghardt Meyer. Foto: Kardel Foto: Meyer benachrichtigungen kamen für Monika Niemeyer aus Leck und Burghardt Meyer aus Wallsbüll völlig unerwartet. Umso größer war bei beiden dann die Freude darüber, mit der richtigen Lösung eine jeweilige Punktlandung abgeliefert zu haben. Monika Niemeyer konnte bei der „Osterjagd“ auf die Unterstützung ihrer Tochter Nadine setzen. Die akribische Suche wurde mit einem nagelneuen Tablet-PC, gesponsert von „Euronics XXL“ aus Niebüll, belohnt: „Großartig. So ein toller Gewinn. Jetzt kann ich endlich komfortabler das Internet erkunden und mit meinen Kindern sowie Enkelkindern viel bequemer kommunizieren“, freut sich Monika Niemeyer. Burghardt Meyer ist inzwischen schon ein sehr erfahrender „Osterjagd“ Teilnehmer, der die anspruchsvolle, aber auch amüsante Interaktion als spannende Herausforderung schätzt. Beim diesjährigen Aufruf machte er sich sofort ans Werk und ist jetzt stolzer Besitzer eines 250 Euro Einkaufgutscheins des Flensburger Fahrradhändlers „Rad ab“: „Am Ball zu bleiben hat sich für mich dieses Jahr ausgezahlt und zum Start in die Fahrradsaison kommt der Einkaufsgutschein zum absolut richtigen Zeitpunkt“, ergänzt Burghardt Meyer. Das gesamte Mitarbeiter-Team der „Kopp & Thomas Verlagsgruppe“ gratuliert den diesjährigen Hauptpreisgewinnern zu ihrem durchschlagenden Erfolg und dankt allen Mitspielern für ihre Teilnahme.

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