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MoinMoin Flensburg 10 2021

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Flensburg - 10. März 2021 - Seite 2 SEITE 2 Die Familie mit Vater Robert Mutter Nicole Lennox und Amanda im Bastelzimmer. Fotos: Ahrens „Familienzeit“ gestartet Flensburg (mm) – Naschi, Getränke und eine liebevoll geschriebene Nachricht „Nehmt euch alles, was ihr braucht. Lenox kennt sich hier aus“ – so hat das Jugendzentrum Engelsby die Familie Sindelar empfangen. Sie ist die erste Familie, die das neue Pilotprojekt der evangelischen Häuser der offenen Tür in Flensburg ausprobiert – die so genannte „Familienzeit“. Papa Robert Mama Nicole Lennox und Amanda beim Tischtennis. Weil Lennox (9) in nicht-Corona- Zeiten Stammkunde im Juze Engelsby ist, hatte er früh von der „Familienzeit“ erfahren und ist total happy, jetzt für zwei Stunden mit seiner Familie hier sein zu dürfen. “Endlich mal was anderes. Ohne Schule, ohne Freunde und ohne Abwechslung fällt mir zuhause die Decke auf den Kopf“ sagt Lennox, der sich ganz besonders aufs Tischtennis spielen mit Papa Robert, aufs BMX fahren und aufs Kuhhandel spielen freut. Mama Nicole und die kleine Schwester Amanda (4) probieren derzeit das Bastelangebot aus und gucken sicher im Laufe des Nachmittags nochmal in die Lego-Ecke. Kicker, Airhockey und Billiard bleiben heute wahrscheinlich unbenutzt – so zumindest die Prognose von Lennox. Im Rahmen der „Familienzeit“ dürfen Familien ein evangelisches Jugendzentrum in Flensburg für zwei Stunden ganz alleine nutzen, nicht mal eine Betreuer*in ist vor Ort. Die kommt nur zum Aufschließen und wenn die Familie wieder nach Hause gehen will, lüftet, desinfiziert später alle benutzten Gegenstände und sorgt dafür, dass die Räume im Anschluss 48 Stunden nicht betreten werden – bis dann die nächste Familie kommen darf. Die Idee zur „Familienzeit“ hatte der Leiter des Ev. Jugendwerkes Flensburg, Michael Tolkmitt. Ihn trieb die Frage um, wie Familien eine kleine Auszeit vom stressigen Corona-Alltag in ihren eventuell beengten Wohnungen erleben können – und das corona-gerecht nach derzeitigen Vorgaben. Tolkmitts Konzept ist einmalig in Schleswig-Holstein und abgesegnet vom Gesundheitshaus der Stadt sowie dem Sozialministerium des Landes... weiter auf www.moinmoin.de Noch eine Woche durchhalten Flensburg (lip) – Während im Rest des Landes am Montag der Einzelhandel wieder öffnen durfte, wagt die Stadt Flensburg wegen der nach wie vor hohen Inzidenzzahlen erste vorsichtige Öffnungsschritte. So dürfen seit Montag in der Fördestadt zunächst unter dem Motto „Click & Cut“ die Friseure wieder öffnen. Allerdings müssen Kunden vorab einen Termin vereinbaren und zudem ein negatives Testergebnis vorlegen, dass nicht älter als 48 Stunden sein darf, erklärte Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange am Freitag auf einer Online-Pressekonferenz. Auf diesen „Kompromiss“ hatte die Stadt sich mit der Landesregierung verständigt. Friseurbesuch mit negativem Coronatest Bei privaten Kontakten giltz die Regel „1+1“, d.h. eine Person aus einem Haushalt darf seit Montag eine Person aus einem anderen Haushalt treffen. Bislang war dies nur für „Singles“ erlaubt. „Wir haben es geschafft innerhalb von elf Tagen den Inzidenzwert um 60 Punkte zu senken. Das zeigt, Flensburg ist auf einem guten Weg“, sagte die Oberbürgermeisterin am Freitag, als der Wert noch bei 132 lag. Sie sei erleichtert. Derzeit gibt es in der Fördestadt noch 280 aktive Infektionen und auch die Lage im St. Franziskus- Hospital hat sich deutlich entspannt. Dort wurden Stand Freitag noch 21 Covid-Patienten behandelt, davon fünf Personen auf der Intensivstation. Eine Person müsse derzeit beatmet werden, berichtete Lange. Sie mahnte dennoch weiter zur Vorsicht. Bei der Frage nach weiteren Öffnungsschritten, etwa im Einzelhandel, müsse man erst die Entwicklung in dieser Woche abwarten und verwies auf den von Bundes- und Landesregierung vereinbarten Stufenplan. Ziel sei es weiter, den Inzidenzwert unter 100 zu bekommen – obwohl die britische Mutation mittlerweile zu fast 100 Prozent Oberbürgermeisterin Simone Lange für die Infektionen verantwortlich sei. Tatsächlich lag der Inzidenzwert am Montag bei 99,8 – und damit erstmals unter der 100er- Marke. Gestern sank er auf 96,5. Allerdings stand bis Redaktionsschluss das Ergebnis eines Massentests für 200 Mitarbeiter eines Flensburger Unternehmens noch aus. Die Oberbürgermeisterin appellierte in diesem Zusammenhang an alle Arbeitgeber ein besonderes Augenmerk auf konsequentes und striktes Einhalten der Hygienekonzepte zu haben. Denn nachdem vor Wochen noch ein diffuses Ausbruchsgeschehen festzustellen war, finden mittlerweile Ansteckungen mit dem Virus fast nur noch in der Familie oder am Arbeitsplatz statt. Die Flensburger forderte sie auf, noch eine Woche mit strengen Regeln durchzuhalten, damit ab 15. März weitere Öffnungsschritte möglich werden. Hier will sich Simone Lange auch für eine Öffnung von Kitas und Schulen einsetzen. Diese Woche bleiben sie wie auch in den beiden Umlandgemeinden Harrislee und Handewitt, in der Stadt Glücksburg sowie in den Ämtern Langballig und Hürup noch geschlossen. Über 4.000 Menschen hatten bis Ende letzter Woche von der Foto: Jahn Foto: Stadt Flensburg Möglichkeit eines kostenlosen Schnelltests Gebrauch gemacht. Dabei seien 40 Menschen positiv auf das Corononavirus getestet worden, berichtete Lange. Am Montag bildeten sich wegen der Friseurregelung lange Warteschlangen vor den Teststationen auf der Exe, am Fördegymnasium und JAW. Nun gibt es seit gestern in der Nikolaistraße eine vierte Teststation. Flensburg setzt auf Luca-App Bei der zunehmenden Öffnung gesellschaftlicher Bereiche will die Stadt auf die Luca-App setzen und hat entsprechende Vertragsunterlagen angefordert. „Luca“ steht für „Life, United, Culture und Access“. Die App, die von dem Startup-Unternehmen „neXenio“ zusammen mit den Fantastischen Vier entwickelt wurde, bietet die Möglichkeit der Kontaktverfolgung im Falle eines Infektionsrisikos. Der Nutzer loggt sich über einen QR-Code z. B. beim Betreten eines Geschäftes oder eines Restaurants ein und beim Verlassen wieder aus, wobei die Bereiche eine bestimmte Größe nicht überschreiten sollten. Das Gesundheitsamt kann dann auf diese Daten zurückgreifen, wenn eine andere Person zum selben Zeitpunkt eingeloggt war, die infiziert ist. Hierdurch erleichtert sich die Kontaktnachverfolgung deutlich und stellt sicher, dass zügig die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet und weitere Infektionen verhindert werden können. Radtke neue Fachbereichsleiterin Flensburg (mm) – Vergangene Woche trat Kathrin Radtke ihren Dienst als Leiterin des Fachbereiches Einwohnerservice, Schutz und Ordnung der Stadt Flensburg an. Oberbürgermeisterin Simone Lange nahm ihr in Gegenwart des Verwaltungsvorstands den Diensteid ab und überreichte ihr die Ernennungsurkunde. Kathrin Radtke übernimmt einen Fachbereich mit vielfältigen Aufgabengebieten. Aktuell steht dabei besonders die Ordnungsbehörde im öffentlichen Fokus, die die Maßnahmen zu weiteren Verbreitung des Corona-Virus in Flensburg überwacht... weiter auf www.moinmoin.de Keine Präsenzkurse an der VHS Flensburg (mm) – Die Volkshochschulen Flensburg und Harrislee werden bis zum 28. März aufgrund der Corona- Pandemie weiterhin keine Präsenzkurse anbieten können. Die Onlineangebote der VHS werden aber stattfinden. Auch Prüfungen sowie Vorbereitungskurse für den nachträglichen Schulabschluss werden in diesem Zeitraum durchgeführt. Die Geschäftsstelle der VHS ist bis auf Weiteres nur telefonisch unter 0461 855000 von Dienstag bis Freitag 10 bis 13 Uhr und am Donnerstag zusätzlich von 14 bis 17 Uhr und per E-Mail unter volkshochschule@flensburg.de zu erreichen. Stadtbücherei Glücksburg öffnet Glücksburg (mm) – Ab sofort ist die Stadtbücherei Glücksburg wieder für Besucherinnen und Besucher zu den bekannten Zeiten geöffnet. Die aktuellen Hygieneregeln sind zu beachten. Die Nutzung der Offenen Bücherei ist zurzeit nicht möglich. Online-Seminar Flensburg (mm) – Auch für Vertriebsmitarbeiter ist die aktuelle Situation eine besondere Herausforderung: Wie lassen sich neue Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen knüpfen? Wie kann man Geschäftskunden in der Pandemie erreichen? Wie führen Außendienst und Marketing den Kundendialog auf Distanz? Auf diese Fragen geht ein neues Onlineseminar der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein ein. Das dreitägige Webinar „B2B-Kunden auf Distanz akquirieren und betreuen“ findet ab dem 16. März statt. Weitere Informationen und Anmeldung per E-Mail an frauke.ratjen@waksh.de oder im Internet unter www.wak-sh.de. Impressum Herausgeber/Verlagshaus: Kopp & Thomas Verlag GmbH Am Friedenshügel 2, 24941 Flensburg Postfach 22 65, 24912 Flensburg Telefon: 0461 588-0, Telefax: 0461 588-58 E-Mail: ktv-verlag@moinmoin.de www.moinmoin.de Private Kleinanzeigen-Annahme: 0461 588-8 Verteilung: Telefon: 0461 588-0 Telefax: 0461 588-9400 Lokal-Redaktion: Flensburg: Alice Krumrey (verantw.) Telefon: 0461 588-300 E-Mail: krumrey@moinmoin.de Michael Philippsen (verantw.) Telefon: 0461 588-301 E-Mail: philippsen@moinmoin.de Sonderthemen/-produkte: Nicola Jahn (verantw.) Telefon: 0461 588-303 E-Mail: jahn@moinmoin.de Telefax: 0461 5889303, E-Mail: redaktion@moinmoin.de Schleswig/Angeln: Alice Krumrey (verantw.) Telefon: 04621 9641-18 Telefax: 04621 96419718, E-Mail: sl-redaktion@moinmoin.de Südtondern: Stefan Jonas (verantw.) Telefon: 04841 8356-77 E-Mail: jonas@moinmoin.de Vertrieb: Annette Düring Telefon: 0461 588-400 vertrieb@moinmoin.de Geschäftsführung: Mathias Kordts (v.i.S.d.P.) Auflage (print + digital) Flensburg................ 79.000 Expl. Südtondern .............. 16.400 Expl. Schleswig/Angeln......38.300 Expl. Gesamt .................. 133.700 Expl. Nachdruck oder Vervielfältigungen nur mit Genehmigung des Verlages. Anzeigenentwürfe des Verlages sind urheberrechtlich geschützt. Keine Gewährleistung für die Richtigkeit telefonisch und digital übermittelter Anzeigen, Änderungen oder Druckfehler. Anzeigeninhalte in der Verantwortung der Auftraggeber. Keine Gewähr für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos. Die Verteilung erfolgt kostenlos an alle erreichbaren Haushalte im Verbreitungsgebiet. Ein Anspruch auf Belieferung besteht nicht. Anzeigen-Preisliste Nr. 44 vom 1.1.2021. Handelsregister Flensburg HRB 703.

SEITE 3 Flensburg - 10. März 2021 - Seite 3 Sie interessieren sich für Nachrichten und Geschichten aus und über unsere Region? Wir informieren Sie täglich und aktuell auf | Politik Forderungen der Linken zum Internationalen Frauentag Täglich wissen, was los ist! www.moinmoin.de | Polizei Schwerer Raub in der Glücksburger Straße | Sport SG zittert sich zum Sieg in Minden Auf die Übergabe an Parkplätzen sollte man sich nicht einlassen. Flensburg (lip) – Nadja Sorge und Stefanie Grimm fielen aus allen Wolken, als der Anruf kam. Ein Herr fragte am Telefon, ob er sich den Welpen vor dem Kauf einmal anschauen könnte. „Wir nehmen Hunde tagsüber oder auch in Urlaubzeiten in Pflege, aber wir betreiben keinen Welpenhandel“, beschreiben die beiden die Idee hinter der Tierbetreuung Flensburg und fragten sich, wie es zu dieser Verwechslung kommen konnte. Der Anrufer berichtete den beiden, dass seine Tochter über eine Webseite im Internet einen Hundewelpen kaufen wollte. Er hatte daraufhin per Whatsapp Kontakt zu den vermeintlichen Händlern aufgenommen und bekam im Verlauf der Kommunikation die Adresse der Tierbetreuung Flensburg als angeblichen Firmensitz genannt. Da ihm die ganze Sache jedoch merkwürdig vorgekommen war, hatte er sich daraufhin im Internet die Telefonnummer der Tierbetreuung herausgesucht. Entsetzt mussten Nadja Sorge und Stefanie Grimm feststellen, dass skrupellose Händler im Internet ihre (gute) Adresse offenbar gezielt für ihre Zwecke missbrauchen. Geliefert wird nur gegen Vorausbezahlung, wie aus dem Chatverlauf hervorgeht, den die beiden weitergeleitet bekommen haben. „Vor vier Wochen hatten wir schon einmal einen merkwürdigen Anruf und mittlerweile schon mehrere Anfragen, sogar aus der Schweiz“, berichtet Inhaberin Nadja Sorge, die sofort Anzeige bei der Polizei in Flensburg erstattet hat. Die hatte erst im Januar einen Fall von illegalem Welpenhandel aus einem Auto heraus verhindert (MoinMoin berichtete). „Der Corona-Lockdown befeuert den illegalen Welpenhandel“, schreibt die internationale Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“. Allein im Januar und Februar 2021 verzeichnete „VIER PFOTEN“ 41 illegale Welpentransporte und unzulässige Aufzuchten und insgesamt 257 beschlagnahme Tiere. Im vergangenen Jahre registrierte der Deutsche Tierschutzbund insgesamt mindestens 120 Fälle mit 1.070 betroffenen Tieren (davon 917 Hunde!) von illegalem Heimtierhandel – der höchste Wert seit 2014. „Und die Dunkelziffer dürfte noch viel höher sein“, sagt Pressesprecherin Hester Pommerening. Die Corona-Krise verstärkt offenbar den Wunsch nach einem vierbeinigen Begleiter. „Auch, weil Tierheime oder seriöse Anbieter die riesige Nachfrage nicht decken können, bieten zahlreiche skrupellose HändlerInnen die Tiere auf Online- Plattformen oder in den sozialen Medien an. Sie nutzen die Anonymität im Internet aus, um ihr kriminelles Geschäft zu betreiben. Daher braucht es dringend gesetzliche Regulierungen, die den Online-Handel mit Tieren sicher machen und kriminelle AnbieterInnen vom Markt ausschließen“, fordert deshalb „VIER PFOTEN“. „Denn es wird immer schwieriger, zwischen seriösen und unseriösen Anbietern zu unterscheiden, weil sich die Preise mittlerweile angeglichen. Früher hatte man die so genannten Wühltisch-Welpen, doch heute werden durchaus Preise von über 1.000 Euro aufgerufen“, sagt Pressesprecherin Corinna Madjitov von „VIER PFOTEN“ und rät grundsätzlich vom Welpenkauf auf Online- Plattformen ab. Auch vor dem Kauf sollte man sich erstmal die Muttertiere zeigen lassen und auf gültige Papiere (wie zum Beispiel den Impfausweis) achten und sich nicht auf die Übergabe zum Beispiel auf Parkplätzen einlassen. Beim illegalen Welpenhandel werden die Tiere unter grausamen Bedingungen produziert, damit das Geschäft mit den Hundebabys so lukrativ wie möglich ist. Die Welpen werden in dreckigen Verschlägen und Kellern geboren, bekommen keine medizinische Versorgung, wie z.B. Impfungen, und erst recht keine menschliche Zuwendung. Wenn die Tiere dann viel zu jung von ihren Müttern getrennt werden, sind viele krank und viel zu schwach, um den Transport quer durch Europa zu überleben. Nicht umsonst schreibt der Gesetztgeber vor, dass die Welpen mindestens 15 Foto: VIER PFOTEN Das miese Geschäft mit Welpen Nadja Sorge von der Tierbetreuung Flensburg kümmert sich mit ihrem Team um die Vierbeiner, wenn die Herrchen zur Arbeit oder im Urlaub sind. Mit illegalem Welpenhandel hat sie nichts am Hut. Mit niedlichen Bildern werden die Kunden im Internet angelockt. Foto: Sorge Wochen alt sein müssen, bevor sie die Grenze überschreiten dürfen. „Denn vorher können die Tiere keine Tollwut-Impfung bekommen“, erläutert Corinna Madjitov. Die ahnungslosen KäuferInnen werden mit seriös wirkenden Anzeigen und niedlichen Bildern getäuscht. Viele der illegal gehandelten Welpen sterben bereits kurz nach der Übergabe oder leiden ihr Leben lang an den dramatischen Zuständen, die sie in ihren ersten Lebenswochen erleiden mussten. „Man tut den Welpen keinen Gefallen damit, wenn man sie kauft“, betont Madjitov. Ob im aktuellen Fall auch Tiere leiden müssen, ist allerdings fraglich. Denn bei der Webseite könnte es sich auch um einen sogenannten „Fake Shop“ handeln. Diesen Verdacht hat auch die Leiterin der Flensburger Verbraucherzentrale, Christine Hannemann: „Ich würde stark vermuten, dass es die Tiere gar nicht gibt. Denn auf der Seite fehlt das Impressum und es gibt auch keine Handelsregisternummer. Und von Vorkasse beim Kauf raten wir grundsätzlich ab, wenn die Firma nicht persönlich bekannt ist.“ Die Polizei ermittelt Auch die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen „Fake Shop“ handelt. Mittlerweile wird der Fall beim Kommissariat 8, zuständig für Betrugsdelikte, bearbeitet. „Wir können nur eindringlich dazu raten, sich nicht auf entsprechende Anzeigen einzulassen. Hunde werden darüber nicht verkauft. Wenn der Kunde gezahlt hat, hört er nichts mehr von dem Anbieter“, betont Pressesprecher Christian Kartheus. Hinter solchen Angeboten würden niemals seriöse Anbieter stecken. „Zudem sollte man immer hellhörig werden, wenn man sich die Hunde nicht beim Verkäufer vor Ort anschauen kann und die Tiere ‚per Post‘ verschickt werden sollen“, ergänzt Kartheus. Der erste Gang sollte ohnehin immer ins Tierheim sein, rät Corinna Madjitov. „Dort hat man Zeit, die Hunde in Ruhe kennenzulernen.“

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