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MoinMoin Schleswig 52 2018

Schleswig/Angeln -27. Dezember 2018 -Seite 4 Schleswig (mm) –Mitte Oktober 2017 musste im Burggraben –Burgsee ein massives Fischsterben verzeichnet werden. Laut einer Zählung des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) vor gut einem Jahr waren es etwa 1.300 tote Fische. Nachdem eigene Vorkehrungen seitens der Stadt Schleswig nicht den er-hofften Erfolg mit sich brachten, fand Anfang Mai 2018 auf Initiative der Kreisstadt Schleswig ein gemeinsames Gespräch mit Vertretern der Stiftung Schleswig-Holsteinisch Landesmuseen Schloss Gottorf und dem Land Schleswig-Holstein statt. Mit Blick auf die Zukunft konnte Einigkeit erzielt werden, eine gutachterliche AUS DER REGION Analyse Burggraben läuft Bewertung durchführen zu lassen, um so mögliche Ursachen für das Fischsterben und geeignete Maßnahmen zur In den Gräben, die in Richtung Kreishaus führen, sind derzeit toten Fische zu finden. Im Zeitraum bis Oktober 2019 dauert die Begutachtung an. Foto: Stadt Schleswig Vermeidung herauszufinden. Der Auftrag zur Begutachtung wurde an die Firma KLS aus Hamburg vergeben, die nun im Zeitraum zwischen November 2018 und Oktober 2019 Proben aus dem Burggraben – Burgsee entnehmen und analysieren wird. Die entstehenden Kosten werden zu je einem Drittel von der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, dem Land Schleswig-Holstein sowie der Stadt Schleswig getragen. Dass etwas passieren musste, war nach der Tragödie aus dem vergangenen Jahr allen unstrittig. Erste Untersuchungen des LLUR hatten seinerzeit ergeben, dass sich insbesondere im nördlichen Bereich des Sees viel zu wenig bis gar keinen Sauerstoff im Wasser befindet. Was mit einem fehlenden Austausch und eine damit einhergehende Verlandung zu erklären sei. Zeitblende –Fotografien vonHolger Rüdel Schleswig (la) – ) Mit der Erfindung des Rollfilms und später des Kleinbildsystems waren um 1900 die Voraussetzungen für die Konstruktion kleiner, mobil einsetzbarer Kameras gegeben. Das war die Geburtsstunde des modernen Fotojournalismus. Fortan konnten Bildreporter flexibel agieren und hautnah von den Brennpunkten des Weltgeschehens berichten. Die Fotografie wurde so zum „Auge des 20. Jahrhunderts“. „Diese dokumentarische und zugleich aufklärerische Funktion der Fotografie inspirierte mich schon als Schüler“, sagt Holger Rüdel, der frühere Direktor des Stadtmuseums Schleswig, der heute als Fotokurator, Publizist und Fotograf arbeitet und sich seit vielen Jahren als Mitglied im Fotoclub Schleswig engagiert. Rüdel war 30 Jahre Direktor des Schleswiger Stadtmuseums und holte zahlreiche internationale Fotografen mit ihren Ausstellungen nach Schleswig. Nun zeigt Holger Rüdel seine Fotos, die in den letzten 50 Jahren entstanden sind und ist dankbar, hier ausstellen zudürfen. „Als ich Ende 1967 mit 16 Jahren die erste eigene Kamera inder Hand hielt, suchte ich meine Motive auf der Straße und wurde Zeuge einer aktionsgeladenen Zeit Holger Rüdel (Fotograf) mit Friedrich W. Scheller (m.), Vorsitzender des Schleswiger Fotoclubs und Dörte Beier Direktorin des Schleswiger Stadtmuseums, in seiner neuen Ausstellung. des Aufbruchs. Ich fotografierte zum Teil im Auftrag von Schüler- und Studentenzeitungen, später auch als freier Mitarbeiter des Magazins ‚Konkret‘ und anderer Publikationen“, erzählt Rüdel. Das zeitgeschichtliche Bildarchiv von Holger Rüdel umfasst mehrere tausend Aufnahmen und ist mit Serien undEinzelbildernerstmals in einer Ausstellung zu sehen. Der Bogen spannt sich von Aufnahmen aus den „wilden 1960er Jahren“ über die Aktionen der Friedens- und Anti-Atomkraft- Bewegung um 1980 bis hin zum Vorabend des Mauerfalls in Berlin. Daneben zeigt die Schau Foto: Kai Labrenz neuere Arbeiten des Fotografen, in denen die Themen Landschaft, Wildlife und digitale Infrarot-Fotografie in Schwarzweiß im Fokus stehen. Die Ausstellung enthält 93 Bilder und wird in beiden Geschossen des S-Foto Forum (Stallgebäude) gezeigt. In zwei Vitrinen sind zudem Veröffentlichungen von Holger Rüdel in Zeitungen, Magazinen und Büchern zu sehen. Die Ausstellung ist ein Projekt des Fotoclubs Schleswig e.V.und ist bis zum 24. Februar 2019 im Schleswiger Stadtmuseum (Friedrichstr. 9-11) zu besichtigen. 11.Benefizkonzertdes Lions Club Schleswig (mm) –Es ist wieder soweit! In vertrauter Manier veranstaltet der Lions Club Schleswig am 23. März 2019 um 20 Uhr sein traditionelles, inzwischen 11. Benefizkonzert, diesmal im Schleswiger Dom. Zur Aufführung kommen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und Andreas Romberg (1767-1821). Es musizieren unter der bewährten künstlerischen Leitung von Christian Letschert- Larsson der Benefizchor und das Benefizorchester „am Alten Gymnasium“, Flensburg sowie die Chorgemeinschaft Cäcilia Zündorf, Köln. Solist in Mozarts berühmten Violinkonzert A-Dur ist der 20-jährige Flensburger Jungvirtuose David Moosmann, der als mehrfacher Preisträger verschiedener Wettbewerbe inzwischen an der Lübecker Musikhochschule Violine studiert. Weiterhin aufgeführt wird Andreas Rombergs Oratorium „Das Lied von der Der Kartenvorverkauf für das 11. Benefinzkonzert des Lions CLub Schleswig hat begonnen. Glocke“ für Gesangssolisten, Chor und Orchester. Über 100 Musiker freuen sich dem Zuhörer auch in diesem Jahr einen unvergesslichen Abend zu bereiten –für den guten Zweck! Der Eintritt beträgt 20 Euro und wird unter dem alljährlichen Motto „Hilfe für Kinder“ wiederum im vollen Umfang für lokale Projekte gespendet- u.a. für die Jugendarbeit der Kirchengemeinde Schleswig. Einlass ist ab 19.20 Uhr. Karten sind im Foto: Privat Vorverkauf (u.a. bei Henningsen Raumausstatter, Friedrichstraße 97 / Liesegang, Stadtweg 22) sowie an der Abendkasse erhältlich. Parkplätze stehen ausreichend im Parkhaus zur Verfügung, das bis 24 Uhr geöffnet ist. Wie immer unterstützt und erst möglich gemacht wird das Konzertereignis durch zahlreiche Sponsoren, denen auch in diesem Jahr wieder ein ganz besonderer Dank gilt. KTV MEDIEN MARKT PL@TZ heute Nach dem Weihnachtsschmaus sollen die Pfunde fleißig purzeln: Das Team von FlensFitness zeigt euch drei Übungen mit einem Kleingerät, das jeder zu Hause hat. POLITIK Die Fraktionen informieren Die Landesregierung hatte weitere 6Millionen Euro für die Sanierung vonSchultoiletten zur Verfügung gestellt. Nun stehtfest,welche Schulträger welche Mittelerhalten. KTV-Bloggerin Nona verlost ein tolles Collier, das aus Swarovski Elementen besteht. Wenn du die Kette haben möchtest, nimm an Nonas Gewinnspiel teil! moinmoin.de/marktplatz SPORT Berichte aus den Vereinen Die jugendlichen Tischtennisspieler vom SV Kieholm bestreiten ihre erste Saison in der Kreisliga der Jugend. Jetzt erhielten sie Unterstützung durch einen großen Sponsor aus Gelting.

Der Weg zurück in die Schule AUS DER REGION Silberstedt (ckb) – „Wir haben bemerkt, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die Unterstützung benötigen, um einen Schultag zu bewältigen, gewachsen ist“, erklärt Projektleiterin Astrid Messer, „wir haben uns gefragt, woran das liegt und vor allem, welches Hilfsangebot wir an der EKS installieren können.“ Mit ihren Kolleginnen Annika Möller, Regionalfachberaterin für Schülerinnen und Schüler Störfaktoren sein, die sie aus der Bahn werfen. Die Folge sind mangelnde Anstrengungsbereitschaft, Unterrichtsstörungen und hohe Fehlzeiten. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken hat das Erziehungshilfeteam das Praxisprojekt ‚Start up‘ ins Leben gerufen. An zwei Tagen in der Woche lernen Schülerinnen und Schüler der sechsten bis neunten sie setzten sich aus maximal sieben Schülern zusammen, in der Praxisorientierung. „Unsere Schüler fragen uns häufig, warum sie bestimmte Dinge lernen müssen“, erklärt Astrid Messer, „vieles erscheint ihnen überflüssig und sie sehen gar nicht ein, sich mit dem Theoriekram zu beschäftigen. Das ändert sich sofort, wenn sie einen praktischen Bezug haben. Dann können sie ein Bild im darauf weiter aufzubauen. Durch ‚Start-up‘ ist schon einigen Schülerinnen und Schülern eine erfolgreiche Rückkehr in den Regelunterricht gelungen. „Diese Erfolge geben unserem Projekt und unserem individuellen Lehransatz Recht“, resümiert Astrid Messer, „wir gehen gemeinsam kleine Schritte auf einem langen Weg – aber wir gehen vorwärts in die richtige Richtung.“ WOCHENZEITUNG Schleswig/Angeln - 27. Dezember 2018 - Seite 5 online: www.moinmoin.de Einfach wissen, was los ist! Täglich online, täglich aktuell – und näher dran am Geschehen. und auf facebook: www.facebook.com/ MoinMoinWochenzeitung Astrid Messer und Ulf Raddatz haben es längst verstanden: Am praktischen Beispiel erklärt sich vieles leichter, auch der rechte Winkel. Foto: Kleimann-Balke Erziehungshilfe, und Schulsozialarbeiterin Ann-Katrin Nissen bildet die Konrektorin der Erich-Kästner Schule das Erziehungshilfeteam. In wöchentlichen Meetings besprechen sie die Herausforderungen des Schulalltags und tauschen sich aus. Sie haben auch das Konzept ‚Start up‘ entwickelt, mit dem seit letztem Schuljahr gearbeitet wird. „Bei ‚Start up‘ geht es uns in erster Linie darum Schülerinnen und Schülern dabei zu helfen, ihr Selbstvertrauen in die eigene Leistung und in Lernfreude wieder zu wecken“, ergänzt sie. Häufig fehlt es an Motivation, Ausdauer und Selbstorganisation. Aber auch fehlende Praxisorientierung und Unterrichtsinhalte können für einige Jahrgangsstufe für zwei Unterrichtsstunden in kleinen Lerngruppen. In ruhige Atmosphäre sollen berufsvorbereitende Kompetenzen, Konzentration und Teamfähigkeit gefördert werden. Die versäumten Lerninhalte des regulären Unterrichts werden mit Unterstützung der Fachlehrer am Nachmittag nachgearbeitet. Ein wesentliches Element des Projektes ist die enge Kooperation mit den Eltern. „Sie sind dankbar und nehmen die Unterstützung gerne an. Wir stehen in ständigem Kontakt, denn nur, wenn wir an einem Strang ziehen, ist unser Projekt erfolgversprechend“, ergänzt Schulleiter Ulf Raddatz. Der Schlüssel für echte Erfolgsergebnisse liegt neben der Größe der Gruppen, Kopf entwickeln.“ Bei Annika* (Name von der Redaktion geändert) aus der siebten Klasse fiel der Groschen beim Backen in der ‚Start-up- Stunde‘: „Jetzt habe ich das mit den Maßen verstanden!“ und Felix* aus der Achten staunte „Dafür brauche ich das!“ Durch Aha-Erlebnisse wie diese, begreifen viele Schüler, dass theoretisches Wissen für die Praxis notwendig ist. Einen großen Anteil am Erfolg von ‚Start-up‘ hat die individuelle Vermittlung von Wissen, denn sie richtet sich nach Lehrplänen, sondern danach, welche Bedürfnisse der Lernende hat. Die Schüler spüren selbst schnell eine Veränderung in ihrem Alltag. Sie lernen wieder Sachverhalte miteinander zu verknüpfen und

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