Aufrufe
vor 2 Jahren

MoinMoin Flensburg 48 2020

  • Text
  • Flensburg
  • November
  • Sucht
  • Kaufe
  • Haus
  • Arbeit
  • Kleinanzeigen
  • Harrislee
  • Unternehmen
  • Zustand
  • Moinmoin
  • Www.moinmoin.de

Flensburg - 25. November 2020 - Seite 2 SEITE 2 Ausschuss berät über Hilfe für Nordfrauen Harrislee (lip) – Am Donnerstag, 3. Dezember um 18 Uhr, findet im Sitzungssaal des Bürgerhauses eine öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung, Sport und Soziales statt. Auf der öffentlichen Tagesordnung steht neben der Schulsozialarbeit (Unterstützung durch das Projekt Löwenherz) auch das Thema Vereinsförderung. Dabei geht es um einen Antrag des TSV Nord Harrislee auf Unterstützung der in der 2. Handball-Bundesliga spielenden Nordfrauen, die durch die Corona-Krise gebeutelt sind. Weitere Informationen können im Bürgerinformationssystem SessionNet auf der Homepage www.harrislee.de abgerufen werden. Im Bürgerhaus gibt es eine Maskenpflicht. Flensburg (mm) – „Es ist tatsächlich ein gemeinsames Lernen“, sagt Barbara Hartten, Technische Betriebsleiterin beim Flensburger Technischen Betriebszentrum, kurz TBZ. Sie ist zum zweiten Mal mit dabei beim Barriere-Check von VCD, VdK und Seniorenbeirat Flensburg. Auf dem Weg zwischen Südermarkt und Deutschem Haus stehen diesmal Blinde und Sehbehinderte im Vordergrund. Startpunkt ist der Südermarkt. Der Weg zum Deutschen Haus ist in drei Abschnitte aufgeteilt. Jeder Abschnitt wird von einer Gruppe mit Hilfe der nun bereits vertrauten Checkliste untersucht. Schnell wird deutlich: Verschiedene Verkehrsteilnehmende haben verschiedene Bedürfnisse. Beispiel: Begrenzungen im Straßenraum – Kanten und gute Alternativen Es ist klar: Fußgängerbereich, Kfz- und Fahrrad-Bereiche sollten getrennt sein, damit alle sicher und gut unterwegs sein können. Wie gestaltet man solche Abtrennungen am besten? Farben und Kontraste sind eine Möglichkeit. Solche visuellen Signale helfen allen bei der Orientierung. Doch sie lassen sich nicht ertasten. Eine Alternative sind Absätze und Kanten. • „Da komme ich mit dem Optisch ist der Radweg gut erkennbar. Eine fühlbare Abgrenzung gibt es nicht. Blinde geraten auf den Radweg, ohne es zu bemerken. Barriere-Check in Flensburg Fotos: VCD Flensburg Eine Woche später, deutlich sichtbar neben dem Radweg: Die taktile Begrenzung ist ein wichtiges Signal für Blinde. Rollstuhl nicht drüber”, sagt ein Mitglied der Gruppe, die im Rolli unterwegs ist. „Drei Zentimeter dürfen es maximal sein, aber je niedriger eine Schwelle ist, um so besser.” • „Plane Übergänge machen mich absolut orientierungslos”, so unser blinder Begleiter, Klaus Heide. „Ich brauche etwas, das ich mit dem Blindenstock ertasten kann. Wenn ich den Unterschied zwischen Bürgersteig und Straße nicht spüre, lande ich – ohne es zu wollen – vor den Autos.” • Schlimme Folgen hatte eine solche Kante jedoch für eine Radlerin auf der Angelburger Straße. Sie wich vor einem Bus seitlich aus, der Reifen ihres Rades blieb an der Kante hängen, sie stürzte und erlitt erhebliche Verletzungen. So etwas passiert gar nicht so selten. Gut, dass es da gleich mehrere Alternativen gibt! Auch Streifen aus Klein- bzw. Großpflaster, Noppen-Platten oder Steine mit gerundeten Kanten (Rollbords) signalisieren Blinden: Achtung, hier aufpassen! Hauptsache, die Unterschiede sind deutlich ertastbar. Bei der Schlussbesprechung wurde deutlich: Mitmenschen, die sinnes- und bewegungseingeschränkt sind, brauchen nicht unser Mitgefühl – sie brauchen unsere Aufmerksamkeit. weiter auf www.moinmoin.de Online-Beratung zu Meisterlehrgängen Flensburg (mm) – Mit einem IHK-Abschluss zu geprüften Meistern können Absolventen beispielsweise einen handwerklichen Betrieb leiten und Führungspositionen übernehmen. Welche Perspektiven die Weiterbildungen in Vollzeit oder berufsbegleitend noch bieten, erfahren Interessierte in einem Online-Infotermin der Wirtschaftsakademie Schleswig- Holstein (WAK) in Flensburg amDienstag, 1. Dezember um 17 Uhr. Angeboten werden Fortbildungen zu Logistik- und Industriemeistern (IHK) der Fachrichtungen Elektrotechnik, Mechatronik und Metall. Bis zu 75 Prozent der Lehrgangskosten können mit dem Aufstiegs-BAföG gefördert werden. Weitere Informationen und Anmeldung bei Klara Gehrke von der Wirtschaftsakademie unter der Telefonnummer 0461 5039915, per E-Mail an klara.gehrke@wak-sh.de oder im Internet unter www. wak-sh.de. Impressum Herausgeber/Verlagshaus: Kopp & Thomas Verlag GmbH Am Friedenshügel 2, 24941 Flensburg Postfach 22 65, 24912 Flensburg Telefon: 0461 588-0, Telefax: 0461 588-58 E-Mail: ktv-verlag@moinmoin.de www.moinmoin.de Private Kleinanzeigen-Annahme: 0461 588-8 Verteilung: Telefon: 0461 588-0 Telefax: 0461 588-9400 Lokal-Redaktion: Flensburg: Alice Krumrey (verantw.) Telefon: 0461 588-300 E-Mail: krumrey@moinmoin.de Michael Philippsen (verantw.) Telefon: 0461 588-301 E-Mail: philippsen@moinmoin.de Sonderthemen/-produkte: Nicola Jahn (verantw.) Telefon: 0461 588-303 E-Mail: jahn@moinmoin.de Telefax: 0461 5889303, E-Mail: redaktion@moinmoin.de Schleswig/Angeln: Alice Krumrey (verantw.) Telefon: 04621 9641-18 Telefax: 04621 96419718, E-Mail: sl-redaktion@moinmoin.de Südtondern: Stefan Jonas (verantw.) Telefon: 04841 8356-77 E-Mail: jonas@moinmoin.de Vertrieb: Annette Düring Telefon: 0461 588-400 vertrieb@moinmoin.de Geschäftsführung: Mathias Kordts (v.i.S.d.P.) Druckauflage Flensburg................ 78.800 Expl. Südtondern .............. 16.200 Expl. Schleswig/Angeln......37.600 Expl. Gesamt .................. 132.600 Expl. Nachdruck oder Vervielfältigungen nur mit Genehmigung des Verlages. Anzeigenentwürfe des Verlages sind urheberrechtlich geschützt. Keine Gewährleistung für die Richtigkeit telefonisch und digital übermittelter Anzeigen, Änderungen oder Druckfehler. Anzeigeninhalte in der Verantwortung der Auftraggeber. Keine Gewähr für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos. Die Verteilung erfolgt kostenlos an alle erreichbaren Haushalte im Verbreitungsgebiet. Ein Anspruch auf Belieferung besteht nicht. Anzeigen-Preisliste Nr. 43 vom 1.1.2020. Handelsregister Flensburg HRB 703.

Ärger mit den„wilden“ Müllkippen Fortsetzung Titel Kaum war die wilde Müllkippe vor der Haustür vom TBZ beseitigt worden, lagerten wenige Tage später leere Pappkartons am selben Ort. Dabei sollte es nicht bleiben. Mischke entschied sich, etwas zu unternehmen, in der Hoffnung „das Problem an der Wurzel zu packen.“ Sie postete auf dem Nachbarschaftsportal nebenan.de und vernetzte sich schnell mit anderen Anwohnern, die ihren Unmut mit Mischke teilen. „Niemand will in einem vermüllten Stadtteil leben.“ Informierte Bürger Einer fängt an und schon packen andere ihren Müll dazu – zum Ärger der Anwohner. Die neu entstandene Interessengemeinschaft traf sich mehrfach am „Tatort“ und entwarf einen Text für einen Flyer, den Dirk und Kim Friedrichsen 70-fach kopierten und in jeden Briefkasten der angrenzenden Wohnhäuser warfen. Ein laminiertes Exemplar hängt auch nahe der Litfaßsäule. So sollen alle Anwohner informiert werden, denen, so Mischke, „das Prozedere“ zur Entsorgung von Sperrmüll möglicherweise nicht bekannt ist. „Grundsätzlich sollte jeder Flensburger Bürger über den an alle Haushalte versandten Müllabfuhrplan und die Sperrmüllhinweise informiert sein“, sagt Geoffrey Warlies, Pressesprecher vom TBZ. Sperrmüll wie alte Möbel und Matratzen werden kostenfrei abgeholt, aber man muss zuvor telefonisch oder online einen Termin vereinbaren. Damit auch wirklich jeder weiß, wo die Windel, die Plastikverpackung oder der kaputte Fernseher hin gehört, plant das TBZ Sortieranleitungen für die Mülltrennung in anderen Sprachen sowie ein „sprachenfreies“ bebildertes Sortierplakat. Mängelmelder Zudem betreibt das TBZ seit März 2018 einen Mängelmelder online, Kein seltener Anblick: die zugemüllte in den alle Litfaßsäule Ecke Margarethenstraße/ Bürger „wilde Landsknechtstraße. Fotos: Nielsen Müllkippen“ und andere Missstände, wie Risse in der Straße, schief stehende Schilder, abgebrochene Äste u.ä. mit Fotos posten können. Das vielerorts laufende Mängelmelder-Programm wird von Flensburgern „sehr intensiv genutzt, was uns sehr freut,“ betont Warlies. Im Vergleich zu 2019 sind die Meldungen von illegalen Müllablagerungen in der Stadt gestiegen (bis Mitte November waren es bereits 377). Der Pressesprecher führt den Anstieg auf die Corona-Zeit zurück, in der die Bürger ausgemistet haben und der Recyclinghof vorübergehend schließen musste. „Wir freuen uns über Initiativen aus der Bevölkerung,“ so Warlies, die – genau wie der Mängelmelder – die Arbeit des TBZ unterstützen. Reparaturen können etwas Zeit beanspruchen, aber bei Müllablagerungen oder überfüllten Papierkörben in Parks und an Stränden, „bemühen wir uns um eine Abwicklung innerhalb von 2 Werktagen.“ Schön hilft. Eine saubere Umgebung wirkt als Hemmschwelle. „Je schneller der illegal deponierte Müll weg ist, um so weniger wird etwas Neues hingestellt,“ erklärt Warlies. Nach seiner Auffassung „weiß der erste, der eine illegale Müllkippe aufmacht, schon, dass er oder sie etwas tut, was nicht erlaubt ist.“ Der nächste sieht es dann als Einladung und packt seinen Müll einfach hinzu. Blockwarte sind unbeliebt, und so aufzutreten liegt der Interessengemeinschaft Duburg fern. „Wir leben gerne hier,“ sagt Marietta Blaue. Sabine Jess, die wie Blaue schon lange in unmittelbarer Nähe der HLA, Flensburger Wirtschaftsschule, wohnt, freut sich, dass der sanierte Spielplatz weiter gut in Stand ist. „Schön hilft,“ sagt Jess. Nun überlegen sich die vier um Mischke, ob sie eine Begrünung der Fläche um die Litfaßsäule in Angriff nehmen sollten, um das Konzept auch dort umzusetzen. (bni) Nächste Aussegnung Flensburg (mm) – Am Dienstag, 1. Dezember findet die nächste Aussegnungsfeier für ordnungsbehördliche Bestattungen um 7:45 Uhr unter freiem Himmel am Urnengemeinschaftshain 4 des Friedhofs Friedenshügel statt. Diese Aussegnungsfeiern werden immer wieder von mehreren Personen als Gelegenheit genommen, der Verstorbenen zu gedenken und sich zu verabschieden. Weitere Informationen und die aktuelle Namensliste finden Sie hier: https://www.flensburg. de/aussegnungsfeiern Corona-Testmobil umgezogen Flensburg (mm) – Das Corona-Testmobil, das vom Labor Krause aus Kiel betrieben wird und einige Zeit auf dem Campusgelände stand, steht seit Dienstag auf seinen neuen Standort in der Nähe des Haupteingangs des Diako Krankenhauses (Knuthstraße 1). Die Diako stellt dabei lediglich den Stellplatz zur Verfügung. Die nötigen Testungen der Diako-Patienten und -Mitarbeitenden erfolgen auch weiterhin intern über das eigene Labor der Diako. SEITE 3 Flensburg - 25. November 2020 - Seite 3 Jürgen Möller (Klimapakt-Vorsitzender, links) überreichte Maik Render (Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg) eine Urkunde als Dank für die gute langjährige Vorstandsarbeit im Klimapakt Flensburg e.V. Foto: Oeding Klimapakt verabschiedet Maik Render Flensburg (mm) – Im Rahmen der Vorstandssitzung des gemeinnützigen Vereins Klimapakt Flensburg am 16. November wurde das langjährige Vorstandsmitglied Maik Render verabschiedet. Herr Render (Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg) beteiligte sich aktiv neun Jahre lang an der Vorstandsarbeit und zieht im Rück- und für den Vorausblick eine sehr positive Bilanz: „Wir haben bis heute mit unseren Klimaschutzmaßnahmen viel erreicht. Nun gilt es, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen, sondern jetzt noch mehr Fahrt in Richtung CO2-Neutralität aufzunehmen.“ Jürgen Möller (Klimapakt-Vorsitzender) bedankte sich herzlich für die engagierte Arbeit von Herrn Render: „Man merkte in der Zusammenarbeit mit Ihnen immer, wie wichtig Ihnen der Klimapakt ist. Sie haben ganz wesentliche Dinge in unserem Verein mitgeprägt“, so Möller. Maik Render verlässt den Klimapakt-Vorstand aufgrund einer beruflichen Veränderung, die mit einem Ortswechsel nach Nürnberg verbunden ist. Diako-Kirche im lila Licht Flensburg – Am Welt-Frühgeborenen-Tag zeigte sich die Diakonissenanstalt in Flensburg mit den Schicksalen von zu früh geborenen Kindern und deren Eltern solidarisch. In den vergangenen Jahren hatte das Team der Diako-Kinderklinik Informationsveranstaltungen abgehalten, was dieses Jahr Corona-bedingt nicht möglich war -- doch statt Vorträgen im Fliednersaal, tauchten sie die Kirche in Fliederlicht. „Durch das Beleuchten der Diako-Kirche zeigen wir allen, dass es uns gibt und wir uns mit allen derzeitigen und ehemaligen Frühgeborenen sehr verbunden fühlen. Die Klinik ist für viele Eltern von Frühchen für mehrere Monate ihr Zuhause“, so Kinderkrankenschwester Annika Richter. Die Idee zum lila Leuchten kommt ursprünglich aus den USA und trug dort den Namen „Purple for Preemies“. In Deutschland machte das Heidelberger Schloss den Anfang und über die Jahre haben sich viele andere bekannte Bauwerke angeschlossen, wie etwa die Porta Nigra in Trier und der Olympia-Turm in München. Text/Foto: Kutscher

MoinMoin