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MoinMoin Flensburg 34 2017

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40 JAHRE AUF ERFOLGSKURS

40 JAHRE AUF ERFOLGSKURS 2001 Das Flensburger Motorola-Werk bleibt erhalten. Fertigstellung der Campushalle. Wiedereröffnung des Naturwissenschaftlichen Museums auf dem Museumsberg. Die SG Flensburg-Handewitt gewinnt in Leon den Europapokal der Pokalsieger. Das „Herzschlagfinale“ in der Meisterschaft verliert die SG aber gegen den neuen Deutschen Meister SC Magdeburg. 2002 Flensburg wird Sitz der „Schule für Strategische Aufklärung“ in der ehemaligen Fernmeldeschule. Bundespräsident Johannes Rau besucht Flensburg. Flensburg -23. August 2017 -Seite 44 Bei uns erhältlich: Neptuns Rhum • Marzipan &Kuvertüre in vielen Varianten • Trockenfrüchte in Bioqualität • Confiserie Peter Salzinger • Brasilianische Weine • Dolleruper Destille 40 JAHRE MOIN MOIN SUPER! Herzlichen Glückwunsch! 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Unter Oberbürgermeister Klaus Teuschner hatte die Verwaltung frühzeitig für das Projekt geworben und so beteiligten sich die Anlieger mit einer durchschnittlichen Abgabe von 25.000 Euro (Einzelsummen zwischen 4.000 und 200.000 €) je Grundstück an den Kosten, die die Stadt allein nicht hätte stemmen können. Ein PACT war geschlossen worden zwischen Stadt und Anliegern, eine Partnerschaft „auf private Initiative“ zur Attraktivierung von City-, Dienstleistungs- und Tourismusbereichen; abgesichert durch Landesgesetze wurde die Fußgängerzone zum BID (business improvement district), zu einem abgegrenzten „Bereich zur Förderung der Wirtschaft“ erklärt. Die Eigentümer wurden von Anfang an zur Teilnahme an Planung und Entscheidungsfindung ermuntert. 77 %, 95 Eigentümer, bestätigten dem Rat sogar unverlangt, dass sie die PACT-Maßnahme zur Aufwertung der Innenstadt begrüßten. Lediglich 10 %, 13 Eigentümer, legten Widerspruch ein, 16 Eigentümer reagierten gar nicht und stimmten so schweigend zu. 3,135 der benötigten 4 Millionen Euro für die Oberflächengestaltung wurden so aufgebracht. Die restlichen 865.000 Euro wurden (freiwillig) von der Stadt geleistet. Umgestaltung der Fußgängerzone Um die Innenstadt nach erfolgter Neugestaltung möglichst langfristig baustellenfrei zu halten, zogen Stadtwerke, Telekom und Stadt für die Folgejahre geplante Maßnahmen vor. So dauerte es 18 Monate, bis der glückliche Oberbürgermeister am 21. November 2008 den Flensburgern ihre Fußgängerzone wieder in frischem Glanz übergeben 2007 konnte. Innerhalb dieser Zeit wurden 832 Meter Regenwasser- und 930 Meter Schmutzwasserleitungen saniert, 12 Kilometer Kabel für Strom, Straßenbeleuchtung und Fernmeldeanlagen neu verlegt und 13.000 Quadratmeter Oberfläche mit 4.000 Tonnen Granit neu gestaltet. 18 Monate Lärm, Schmutz und Sperrungen: Der MoinMoinArtikel zum Beginn der Bauphase ließ kaum erahnen, wie sehr der Betrieb in der Innenstadt behindert werden würde. Heute lädt die Flensburger Fußgängerzone, wie erhofft, auch nach Geschäftsschluss zum Flanieren ein. Foto: Bohlen Nach dem Bau der Galerie: Der Südermarkt soll schöner werden Flensburg (mb) –Neben der neuen Flensburg Galerie sollte auch die Umgebung wieder glänzen: Für den Südermarkt favorisierte der Flensburger Rat 2007 das 12 Meter hohe „Oktogon“als „identitätsstiftendes“ Bauwerk, letztlich wurde es dann doch die „öde Plattform“, die glücklicherweise weniger martialisch wirkt. Das geplante mehrstöckige Café wurde nicht realisiert; ein Kiosk, ein Imbiss und die öffentliche Toilettenanlage locken heute eine ganz eigene Klientel. Sehr zum Unmut vieler Flensburger werden die Treppenanlagen, die harmonisch Plattform, Kirche und Platz ineinander übergehen lassen sollen, seit Jahren von der Straßenszene als Treffpunkt genutzt. Der Froschbrunnen übrigens, der davor den Südermarkt zierte und dem Neubau weichen musste, hat glücklicherweise im Carlisle-Park vor dem Bahnhof eine neue Heimat gefunden. Froschbrunnen jetzt im Carlisle-Park Doch der Südermarkt bietet weiter Raum für Verbesserungen. Dem Rat der Stadt ist dies durchaus bewusst, nur dass bislang wenig Konkretes aus dem Sitzungssaal zu hören war: Eine bessere Anbindung der umliegenden Geschäftsstraßen, die Verlagerung des Busverkehrs und nicht die Vertreibung, aber eine für alle Seiten verträgliche Verlagerung der Szene am Südermarkt aus dem unmittelbaren Blick bleiben mittelfristig anvisierte Ziele. Fotos: Die Begeisterung für das 12 Meter hohe Oktogon ist heute nur schwer nachzuvollziehen. Die Plattform am Südermarkt ist wahrlich keine Zierde der Stadt. Foto: Bohlen 2007 SSV-Angebote! Jetzt sparen! Lilienthalstraße 27 ·Flensburg Tel. 0461-51086 info@brunos-moto.com www.brunos-moto.com

2003 Offizielle Eröffnung des neuen „Europa-Hauses“ (ehemals „Hotel Europa“) mit Tourist-Info und Mobilitätszentrale, Taxi-Zentrale und Stadtwerke- Kundencenter. Flensburgs letztes Traditions-Rumhaus, die Firma Johannsen, wird 125 Jahre alt. 2004 Die SG Flensburg-Handewitt holt erstmals den deutschen Handball-Meistertitel. Eröffnung der Marina Sonwik. Großveranstaltungen „Schleswig- Holstein-Tag“ und „Flensburg Nautics“. Premiere des ersten Flensburg-Marathons („YOU!MM“). 40 JAHRE AUF ERFOLGSKURS Flensburg - 23. August 2017 - Seite 45 40 Jahre Moin Moin! Klasse! Herzlichen Glückwunsch! kompetent \ menschlich \ überzeugend • Wir verkaufen auch Ihre Immobilie • Kostenfreie Bewertung Ihrer Immobilie* und Erstellung eines Energieausweises** • Ohne Verkäuferprovision möglich * Gegen Vorlage dieser Anzeige ** Bei Abschluss des Maklervertrages Lassen Sie sich beraten unter: 0461 50097100 und 04631 40 90 41 Ihr Sachverständiger und Makler für den Norden! 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Doch vor 40 Jahren, als die MoinMoin gegründet wurde, fristete der einst stolze Fördedampfer, der sogar zweimal Regatta-Begleitschiff bei den Olympischen Segelwettbewerben in Kiel war, nur noch ein trauriges Schattendasein: Nachdem die „Alex“ 1975 von der Förde Reederei wegen Unrentabilität außer Dienst gestellt worden war, wurde das Schiff einfach auf die andere Seite des Hafens gelegt und seinem Schicksal überlassen. Schließlich bildete sich aus der Arbeitsgemeinschaft für Stadtbildpflege heraus die Initiative „Rettet die Alexandra“. Am 7. Januar 1980 erfolgte die Gründung des „Vereins zur Förderung dampfgetriebener Fördeschiffe e.V“, später „Förderverein Salondampfer Alexandra e.V.“, der sofort Anstrengungen unternahm, das Schiff vor dem endgültigen Verfall zu retten. 1982 erfolgte die Anerkennung der „Alex“ als Kulturdenkmal durch das Landesamt für Denkmalpflege. 1986 verkauf- te die Förde- Reederei den Dampfer schließlich für den symbolischen Preis von 1 Mark an den Förderverein. Dieser verpflichtete sich dazu, den Dampfer wieder vollständig instand zu setzen. Ein Versprechen, das ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer sowie Sponsoren und Förderer wohl nie hätte in die Tat umgesetzt werden können. Auch vom Arbeitsamt, das im Rahmen von ABM-Maßnahmen 20 Handwerker zur Verfügung stellte, gab es Unterstützung, um die mit 820.000 D-Mark veranschlagten Kosten für eine Totalsanierung irgendwie stemmen zu können. Am 18. Dezember 1988 kehrte die „Alex“ unter Dampf von der Werft in Arnis wieder in ihren Heimathafen Flensburg zurück und wurde 1990 unter Denkmalschutz gestellt. 1993 war die „alte Dame“ Gastgeberin beim 1. Flensburger Dampf Rundum. Die alle zwei Jahre stattfindende Traditionsveranstaltung, dessen Namensgeber der erst kürzlich verstorbene ehemalige Alex-Kapitän Wolfgang Weyhausen war (MoinMoin-Titelstory vom 11. Juli 2001 „Der Alte macht Dampf“ ), hat sich seitdem zum größten Dampfertreffen Europas entwickelt. Die 13. Auflage des Dampf Rundums im Juli dieses Jahres stand für die „Alex“ unter einem ganz besonderen Vorzeichen, konnte sie doch eine Art „Wiedergeburt“ feiern. 2013 waren bei der routinemäßigen TÜV- Überprüfung Risse in den Kesselnieten entdeckt worden und es war klar, dass der Kessel dem Druck nicht mehr lange Stand halten würde. Doch dann musste nicht nur ein neues „Herz“ für die Alexandra her, sondern auf der Werft wurden – verdeckt von einer Betonschicht – auch noch faustgroße (Rost-) Löcher im Rumpf entdeckt. Ein erneuter Rettungsplan wurde ins Leben gerufen. Schließlich beteiligten sich neben vielen Spendern auch der Bund, das Land und die Stiftung Denkmalschutz an den Kosten (rund 800.000 Euro) für die Erneuerung des Rumpfes und den Einbau des neuen Kessels, der nach historischen Plänen exakt nachgebaut wurde. Als jedoch für den komplizierten Ausbau des alten und Einbau des neuen Kessels auf der Husumer Werft sogar das Ruderhaus der „Alex“ abmontiert werden musste, wurde nicht nur Kapitän Günter Hermann zwischenzeitlich angst und bange um die „alte Dame“. Doch am 22. Februar dieses Jahres war es endlich soweit und die „Alex“ kehrte nach erfolgreicher Reparatur nach Flensburg zurück. Seitdem ist vor allem an Wochenenden wieder das unverkennbare „Tuuuuuuuuuuut-tuuuuuuuut“ zu hören. Kesseltausch auf der Husumer Werft. Kapitän Günter Herrmann. Fotos: Philippsen

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