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MoinMoin Flensburg 34 2017

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40 JAHRE AUF ERFOLGSKURS

40 JAHRE AUF ERFOLGSKURS 1989 Inbetriebnahme des 215 mhohen neuen Sendemastes am Fuchsberg im Stadtteil Engelsby. Der bisherige 216 mhohe Sendemast im Stadtteil Fruerlund wird 1989/90 demontiert. Inbetriebnahme der „Städt. Frauen- und Kinderklinik“ am Marienhölzungsweg. Schließung des städt. allgem. Krankenhauses „Klinik Ost“. Der Gastseglerhafen wird neu errichtet und eingeweiht. Der Leichtathletik Klub Weiche wird gegründet. Das Volksbad, das bis 1977 als Badehaus genutzt wurde, wird grundlegend saniert und wird seitdem regelmäßig für Kulturveranstaltungen genutzt. Flensburg -23. August 2017 -Seite 36 DR. DR. MED. CLEMENS BARTHOLDY – ein Kuckucksei im Flensburger Gesundheitsamt 40 Jahre MoinMoin Wochenzeitung! Wir gratulieren! • Geöffnet Mo. -Sa. 09:00 -20:00 Uhr! • Ein tolles Team freut sich auf Ihren Besuch! Besuchen Sie uns auch auf Facebook Wir beraten unabhängig! Shuttle Service Die besten Preise gibt es bei uns! 1983 Langberger Weg 4 Flensburg fon: (0461) 500 36 94 www.RCFL.de 135 170 170 1983 Herzlichen Glückwunsch zu 40 Jahren MoinMoin Herzlichen Glückwunsch zu 40 Jahren MoinMoin Flensburg (mb) –Ein Name, der ältere Flensburger immer noch schmunzeln lässt: der des falschen Amtsarztes, der eher zufällig enttarnt wurde, weil er seine Brieftasche mit zwei unterschiedlichen Ausweisen verlor. Gert Postel hatte sich nach eigenen Aussagen schon als Jugendlicher einen Spaß daraus gemacht, Falschmeldungen in seiner Heimatzeitung, dem Weser-Kurier, zu lancieren und mietete bereits die erste Wohnung 1979 unter falschem Namen und mit erfundenem Titel an –um die Suche auf dem angespannten Wohnungsmarkt zu erleichtern, wie er später erklärte. Beim nächsten Umzug legte er gar einen gefälschten Ausweis der Zahnärztekammer vor. Ende 1980 verurteilte ihn das Bremer Amtsgericht dafür wegen unzulässiger Führung eines akademischen Titels zum ersten Mal. Postel bewarb sich weiter ungeniert und erfolgreich mit gefälschten oder nicht eingereichten Papieren als Arzt in einem Fachkrankenhaus für Psychotherapie, als Notarzt und für eine leitende Stellung in einem Rehabilitationszentrum des Berufsbildungswerks. Er versuchte stets, sich schnell genug von einem Posten wegzubewerben, bevor seine mangelnden Fachkenntnisse offensichtlich wurden, und flog immer nur aus reinem Zufall auf. Die Bundeswehr allerdings schaute Anfang März 1982 genauer hin: Hier überzeugten die gefälschten Papiere nicht, der Divisionsarzt verlangte Original-Unterlagen. Postel zeigte sich selber an. Um sich schon im September für die Stelle als stellvertretender Amtsarzt in Flensburg zu bewerben. Er baute kurz vorher Kontakt zu Amtsleiter Dr. Wolfgang Wodarg auf, betonte sein Interesse für die Sozialpsychiatrie und versprach den Aufbau eines entsprechenden Dienstes. Die mangelnden Kompetenzen wurden aber rasch deutlich, einer drohenden Versetzung in eine Beratungsstelle der Stadt kam er mit dem Ausscheiden aus dem Dienst zuvor. Er wollte gerade eine neue Stelle an der Universitätsklinik in Kiel antreten, als die falschen Papiere ihn zu Fall brachten. Im Dezember 1984 wurde Postel wegen mehrfacher Urkundenfälschung, mißbräuchlichen Führens akademischer Titel und Betrug zu einem Jahr Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Zweiter Versuch in Sachsen Als „Arzt“ bewarb sich Postel auch danach noch erfolgreich, 1995 wurde er sogar unter seinem eigenen Namen als Oberarzt im Maßregelvollzug in einem psychiatrischen Fachkrankenhaus in Sachsen eingestellt –eine C4-Professur war in Aussicht, die er nach einem Gespräch mit seinem Vorgesetzten aber ablehnte. Ganz zufällig, wieder einmal, wurde er enttarnt, als den Eltern einer dort arbeitenden Ärztin aus Schleswig-Holstein der Name bekannt vorkam. Heute lebt er in Tübingen, verheiratet mit einer Juristin. Der Fall sorgte natürlich bundesweit für Aufsehen und Spott. Auch die Moin- Moin sah vor allem den vergnüglichen Aspekt der Provinzposse und veröffentlichte damals tatsächlich das erste Bild vom falschen Arzt im echten Flensburger Amtsarzt-Kittel. Fotos: Fast ein Hauptmann von Köpenick, nur ohne Moral: Der falsche Amtsarzt Dr. Dr. med. Bartholdy machte Flensburg zum Gespött der Republik. Gerd Postel alias Dr. Dr. med. Clemens Bartholdy: „Nicht jede Falschaussage hat die sittliche Qualität einer Lüge.“ (Gerd Postel in einem Interview der taz). Rechts: Das Gesundheitshaus in der Norderstraße, ehemalige Wirkungsstätte von Dr. Dr. med. Clemens Bartholdy alias Gerd Postel Foto: Bohlen 40 JAHRE JAHRE auf Erfolgskurs auf Erfolgskurs Seit Jahren gemeinsam auf Erfolgskurs! Wir gratulieren herzlich zu 40 Jahren Moin Moin und bedanken uns für die vielen schönen Leserreisen. Auf eine weiterhin so erfolgreiche Zusammenarbeit! Dachdeckerei und Klempnerei Büro: Ochsenweg 302 ·24941 Flensburg www.dachdeckerei-albert.de ·info@dachdeckerei-albert.de Die Nummer für alle Fälle 0461-9403381 Diebesten Wünschezum 40jährigen Jubiläum! DIAMANT AUTOWELT in Flensburg GmbH GmbH &Co. KG internet: www.reisebuero-grunert.dee 25813 Husum, Siemensstraße 7-9 Tel. 0 48 41 / 7 87 15, Fax 7 87 50 Ihr Leserreisen- Partner Palette/ MoinMoin Service Reifen Zentrum Husum Breklum • Husum • Tarp Philipp-Reis-Str. 12b ·Flensburg ·Tel. 0461/9 57 87-0 www.diamant-autowelt-flensburg.de

1990 Fertigstellung der Schulsporthalle der Gewerblichen Beruflichen Schulen („Fördehalle“) an der Friesischen Lücke. Die städtische „Klinik Süd“ (Geriatrie) wird geschlossen. Erstes „Bürgerbegehren“ mit anschließendem „Bürgerentscheid“ wegen Gründung einer Integrierten Gesamtschule. Ein angetrunkener jugendlicher Skinhead schlägt in der Silvesternacht einen 31 Jahre alten Obdachlosen zusammen. Sechs Tage später stirbt der Mann. 1991 Das NDR-Studio Flensburg feiert 40. Geburtstag. Eröffnung des Marktplatzes in Harrislee. Das Nordertor ist fertig restauriert. Die Brauerei wird als umweltfreundlicher Betrieb ausgezeichnet. 40 JAHRE AUF ERFOLGSKURS Als Beate Uhse Kopf stand ... Grundstein für ihr lange Zeit florierendes Erotik-Imperium. Beate Rotermund-Uhse blieb bis ins hohe Alter äußerst vital. So machte sie noch mit 75 Jahren ihren Tauchschein. Von der Fitness der „Grande Dame der Erotik“, die als Jugendliche hessische Meisterin im Speerwerfen war, konnten sich auch die Besucher des Rote Straße-Festes im Juni 2000 überzeugen: Mit 80 Jahren nahm sie dort am Kopfstand-Wettbewerb teil und hielt gute 50 Sekunden durch. „Für mich ist das überhaupt keine Schwierigkeit, denn diese Übung kann ich schon seit meiner Kindheit“, erzählte sie dem verblüfften MoinMoin-Reporter Dirk Hentschel. Doch nur ein Jahr später der Schock: Am 16. Juli 2001 verstarb die erfolgreiche Unternehmerin in einem Krankenhaus in St. Gallen (Schweiz) im Alter von 81 Jahren an einer Lungenentzündung. Ganz Deutschland trauerte um die „Grande Dame der Erotik“, die sich mit 80 Jahren zwar im Goldenen Buch der Stadt Flensburg verewigen durfte, der aber nie die offizielle Ehrenbürgerwürde zuteil wurde. Foto: Beate Rotermund-Uhse macht im Juni 2000 mit 80 Jahren noch einen Kopfstand. Foto: Hentschel MOIN MOIN! 40 Jahre auf Erfolgskurs. Herzlichen Glückwunsch! MARQUARDSEN Sonnenschutz Flensburg Lise Meitnerstr. 5 Tel. 0461-979770 E-Mail: zentrale@maro24.de leben lieben Wir unsere Region. www.moinmoin.de Flensburg - 23. August 2017 - Seite 37 107 Jahre grüßen 40 Jahre! Danke für eine tolle Zusammenarbeit, macht weiter so! Flensburg (lip) – Sie war eine der einflussreichsten deutschen Frauen und gilt als Wegbereiterin einer offenen und freien Gesellschaft: Beate Rotermund-Uhse. 1962 eröffnete die Kunstpilotin und Unternehmerin in der Angelburger Straße Flensburg ihr „Fachgeschäft für Ehehygiene“ – den ersten Sexshop der Welt. Damit legte die Erotik-Pionierin, die bereits 1951 mit vier Angestellten das „Versandhaus Beate Uhse“ gegründet hatte, den 2000

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