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MoinMoin Flensburg 24 2019

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-Anzeige- Flensburg - 12. Juni 2019 - Seite 4 ihr seid spitze ! inkl. Sylt 0461-99935723 Gut gemacht, wir gratulieren! Düsseldorf (jk) – Diese Meisterschaft als Sensation zu bezeichnen, wäre übertrieben – aber zu erwarten war sie gewiss nicht. Im August hatte die SG Flensburg-Handewitt den Supercup, das Duell mit den Rhein-Neckar Löwen, noch glatt verloren. Ausgerechnet in Düsseldorf, wo sich der Kreis nun schloss. Für eine gereifte Mannschaft, die nicht nur die Badener, sondern auch den Top-Favoriten THW Kiel hinter sich ließ. Das Vorhaben „Titelverteidigung“ war lange Zeit nicht offensiv kommuniziert worden – zu Mit Rekord zum Titel-Hattrick groß erschien der Umbruch. Sechs Spieler waren ausgeschieden, sechs Neuzugänge mussten integriert werden. Im Tor beispielsweise musste erstmals überhaupt ein völlig neues Gespann eingebaut werden. Benjamin Buric In der Kabine: Bierdusche für Lasse Svan. und auch Torbjörn Bergerud schlugen voll ein, harmonierten zusammen wesentlich besser als ihre Vorgänger. Die jungen Kreisläufer Simon Hald und Johannes Golla bestätigten ihre großen Perspektiven und lernten schnell in der Abwehr, die in puncto Variabilität zulegte. „Die frühe Niederlage gegen Zagreb war unheimlich wertvoll, Düsseldorf (jk) – „Einmal Flensburg, immer Flensburg!“ 750 Schlachtenbummler waren bestens gelaunt. Der Sonderzug der SG Flensburg-Handewitt hatte sich in den Meisterzug verwandelt, der sich Flensburg, der „deutschen Handball- Hauptstadt“, näherte. Dort hatte schon am Sonntagmorgen, bei der Abfahrt um 7.57 Uhr, reger Betrieb geherrscht. In den Abteilen richteten es sich viele festlich ein. Schals, Fahnen und Wimpel in den Vereinsfarben blau, weiß, rot hingen in den Fenstern. Proviant war reichlich dabei. Von Salaten über Frikadellen bis hin zu Mett. Nach den Zwischenstopps in Schleswig und Rendsburg düste die SG-Gemeinde mit bis zu 160 Stundenkilometern durch Nord- und Westdeutschland. Ein Stopp in Hamburg-Harburg mutierte zur Raucherpause. Die Fan-Clubs hatten vor etwa anderthalb Jahren den konkreten Wunsch geäußert, seit 2008 endlich mal wieder mit einem Sonderzug auf Auswärtstour zu gehen. „Grundsätzlich ja“, hieß es seitens der SG. „Es muss aber passen.“ Der letzte Spieltag beim Bergischen HC, der nach Düsseldorf umzog, weil wir daraus viele Lehren für das Verhalten gegen ein Siebener Angriff gezogen haben“, erklärt Tobias Karlsson. „Ein Meilenstein war auch die Einführung eines 5:1-Systems, mit dem wir vielen Gegnern Probleme bereiteten. Das Fotos: Kirschner sättigte den nötigen großen Ticket-Bedarf. Mehrere Male traf sich die SG mit den Fan-Clubs, um alles zu besprechen. „Es bestätigte sich einmal wieder, dass die SG eine Familie ist“, berichtete SG-Mitarbeiter Daniel Bohr. „Die Unterstützung war groß.“ Nur ein Beispiel: Als es in der Vorbereitung hieß, dass der Sonderzug nur acht Minuten in Flensburg halten könnte, fanden sich genug Supporter bereit, nach Kiel zu fahren, um dort alles für die in Düsseldorf geplanten Choreographien in Ruhe zu verladen. Dann stellte die Bahn den Sonderzug doch schon um 5.20 Uhr in Flensburg bereit. Am Düsseldorfer Flughafen wechselten die Fans in neun Shuttle-Busse. „Vom Nordkap war eine unheimliche gute Entscheidung von Maik Machulla.“ Der SG-Trainer arbeitete akribisch und kreativ. Steigerungen im Stammpersonal beschleunigten die positive Entwicklung: Linkshänder Magnus Röd darf als der große Aufsteiger gewertet werden, während dem Rückraumass Rasmus Lauge sogar das offizielle Prädikat „Spieler der Saison“ verliehen wurde – ligaweit. Nach einer etwas holprigen Vorbereitung erwischte die SG mit Siegen in Berlin und gegen Kiel einen guten Start. Das Selbstvertrauen wuchs, die Rekorde purzelten: Die weiße Weste hielt die ganze Hinrunde und wurde erst Ende März mit einer Niederlage in Magdeburg befleckt. Erst als vierter Klub in der 53-jährigen Bundesliga-Historie blieb die SG über ein Jahr ungeschlagen. Mit 64:4 Punkten gehen nun die beste Bilanz der Vereinshistorie und die drittbeste Ausbeute der Ligageschichte in die Annalen ein. Ob ein Titel-Hattrick möglich ist? Mit Kapitän und Abwehrchef Tobias Karlsson und Rasmus Lauge scheiden diesmal zwar nur zwei Spieler aus, beide waren aber absolute Stützen. SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke zeigte sich zuversichtlich: „Wir haben vor dieser Saison viele jüngere Spieler geholt, in der Mannschaft steckt noch viel Potenzial.“ Meisterliche Fans im Sonderzug Die SG-Fans bei der Ankunft in Düsseldorf. bis Gibraltar“, brachte die Menge die Fahrzeuge ins Wippen. „Mamma Lauda“ dröhnte es wenig später über die Straße. Dort kreuzten einige Autos mit einem SG-Nummernschild auf. Besonders betuchte SG-Fans? Nein, Zuschauer aus dem Bereich des Gegners. SG steht für Solingen. In der Arena begeisterten die Fans mit einer blau-weiß-roten Choreographie. Allein dafür hatten sie sich schon die Meisterschale verdient, die einige Fans schon als Papier-Version mit in den Westen geschleppt hatten. Nun konnte das Original besungen werden. „Handball-Meister“, donnerte es in vielen Ecken des Sonderzuges, der die 750 SG-Anhänger zurück in die Heimat brachte.

ihr seid -Anzeige- Flensburg - 12. Juni 2019 - Seite 5 spitze ! Telefon: 0461-17691 info@germanblast.de · www.germanblast.de Herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft!!!!! Der Architekt des Erfolgs: SG-Trainer Maik Machulla streckt auf der Südermarkt-Plattform die Meisterschale in die Höhe. Fotos: Kirschner Anders Zachariassen und Rasmus Lauge. Gesangliche Unterstützung für den heiseren Lasse Svan: Meisterlich: Der Party-Marathon Lasse Svan mit Nachwuchs.. Flensburg (jk) – Die Bierduschen schossen über das Parkett im Düsseldorfer ISS Dome: Die Freude der SG Flensburg- Handewitt kannte keine Grenzen. Später zogen sich die Meister zum Feiern in die Kabine zurück. Eine Chartermaschine flog die Handballer ins dänische Sonderborg, unweit der Grenze. Über Flensburg drehte der Flieger eine Ehrenrunde. Eine halbe Stunde nach Mitternacht enterten die SG-Akteure die Bühne im Deutschen Haus. Jeder ließ sich mit der Schale feiern. Erfolgstrainer Maik Machulla sagte ins Mikro: „Es ist fast unglaublich, dass wir das große Ziel zwei Jahre in Folge erreicht haben – wir hatten zwei ziemlich unterschiedliche Mannschaften.“ Tobias Karlsson erinnerte sich an seine erste Feier mit der SG, die sich nach der Serie 2009/10 an selber Stelle entzündete, als ein überraschender dritter Platz heraussprang. „Die Party war überragend. Ich fragte mich, wie es hier wohl aussehen würde, wenn wir einen Titel gewinnen.“ Das erlebte der Routinier in der letzten Nacht seiner Karriere – und auch am nächsten Tag, als sich rund 3.000 Menschen auf dem Südermarkt versammelten. Alle Spieler zeigten sich nochmals mit der Meisterschale. Lasse Svan schmetterte zusammen mit dem Background-Chor, der aus Anders Zachariassen und Rasmus Lauge bestand, ein dänisches Volkslied. Maik Machulla, der die letzten Wochen sehr angespannt war, trat ans Mikrofon. „Ich wollte nie wissen, ob im Falle der Titelverteidigung etwas geplant sei“, sagte er und schmunzelte: „Wie man sieht wurde nichts organisiert – und alle sind rein zufällig hier.“ Die vier Norweger der SG winkten gemeinsam in die Menge und skandierten: „Einmal Flensburg, immer Flensburg.“ Für einen galt das ganz besonders: Göran Johannessen. Dierk Schmäschke teilte mit, dass der Norweger just seinen Kontrakt bis 2023 verlängert habe. Paris Saint-Germain hatte um den Landsmann von Sander Sagosen, der 2020 von Paris zum THW Kiel wechseln wird, gebaggert. Co-Trainer Mark Bult erschien mit Niels Versteijnen. Der junge Niederländer, frischgebackener A-Jugend-Meister, erhielt einen Profi-Vertrag für die nächste Saison. Der Linkshänder ist damit Spieler Nummer 16 im Bundesliga-Kader. Nachts im Deutschen Haus: Ein Fan küsst Hampus Wanne.

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