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MoinMoin Flensburg 22 2019

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Flensburg - 29. Mai 2019 - Seite 2 SEITE 2 40 Jahre Rumregatta Flensburg (mm) – Von Donnerstag, 30. Mai, bis Sonntag, 2. Juni, ist es wieder so weit: Das internationale Treffen historischer segelnder Berufsfahrzeuge, besser bekannt als Rumregatta, findet an der Flensburger Förde statt – und das schon zum 40. Mal. Die Flensburger Rumregatta findet seit 1980 jährlich zum „Himmelfahrt“-Wochenende statt. Es ist das größte „Gaffelsegler-Treffen“ Nordeuropas, ein großes Hafenfest mit Gaffelmarkt und Musik rund um den Flensburger Hafen. Am 30. Mai geht es los mit der Heringsregatta von Kappeln nach Sonderburg. Anschließend segelt am 31. Mai die „Flensburg Fjord Regatta“ von Sonderburg nach Flensburg. Dann heißt es erstmal: Ankommen, anmelden, Rum abholen, Freunde treffen und schnacken. Als Höhepunkt folgt dann am Sonnabend, 1 Juni, die Rumregatta, die um 11 Uhr an der Wasserslebener Bucht startet. Ziel der Regatta ist kurioser Weise nicht der erste Platz, sondern der zweite, denn auf die Zweitplatzierten wartet der Gewinn einer 3 Liter Flasche Rum. Der Erstplatzierte wird lediglich mit einem symbolischen Preis ausgezeichnet. Viele Segler sind deshalb bemüht, nicht als erster die Ziellinie zu durchlaufen. Für die Regatta werden Mitsegelmöglichkeiten angeboten. Rund um die Regatta gibt es ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm mit Musik und Gaffelmarkt. Mehr dazu unter rumregatta.de. Außerdem begleitet das Schifffahrtsmuseum die Rumregatta mit der Ausstellung „Lieber heil und Zweiter als kaputt und breiter“, die man während der Öffnungszeiten besuchen kann. Foto: Archiv Flensburg (lip) – Das zünftige Reisen von Handwerkern hat eine bis spät in das Mittelalter zurückreichende Tradition. Dieser Brauch wird auch in der Gesellshaft der rechtschaffenden fremden Zimmer- und Schieferdeckergesellen zu Flensburg, die es offiziell seit 1837 gibt, hoch gehalten. Ab Donnerstag ist die Flensburger Zunft um Altgeselle Jean-Claude Stutz, Uwe Grosser und Sven Bülow Gastgeber für das alljährliche Himmelfahrtstreffen. Erwartet werden rund 300 Gesellen aus allen Teilen der Welt, die in ihrer Kluft, bestehen aus einem breitkrempigen Schlapphut oder Zylinder, einem schwarzen Samtoder Cordanzug mit Weste und weißen Perlmuttknöpfen, einer Hose mit weitem Schlag und einem weißen Hemd mit der so genannten „Ehrbarkeit“, einem schwarzen krawattenähnlichen Schlips, für Aufsehen sorgen Jean-Claude Stutz, Uwe Grosser, der vor 40 Jahren auf dem Titel der MoinMoin abgebildet war und Sven Bülow. Gesellen aus aller Welt zu Gast dürften. Am Freitag um 12 Uhr wird Oberbürgermeisterin Simone Lange die Teilnehmer im Rathaus empfangen. Vor 40 Jahren fand des Himmelfahrtstreffen das letzte Mal in Flensburg statt. Damals wie heute dabei ist Uwe Grosser, der mit 80 Jahren einer der ältesten Gesellenabend der Gesellschaft der rechtschaffenden fremden Zimmerund Schieferdeckergesellen zu Flensburg in der Knudsborg. in der 32 Mitglieder zählenden Flensburger Zunft ist und am 2. März 1979 sogar auf dem Titel der „MoinMoinFlensburger Bilderbogen“ abgebildet war. „Ich bin über einen Kollegen in der Berufsschule in die Zunft gekommen“, erinnert sich Grosser. Von 1957 bis 1960 war er mit Kluft, Charlottenburger (Bündel zur Mitnahme der persönlichen Sachen) und „Stenz“ (Wanderstock) auf Wanderschaft, die ihn unter anderem nach Dänemark, Norwegen, Belgien, Holland, Frankreich und in die Schweiz führte. Die Regel besagt, dass die Gesellen mindestens drei Jahre und einen Tag auf Wanderschaft bleiben müssen. Während Foto: Philippsen dieser Zeit darf der Wandergeselle sich seinem Heimatort in einem Umkreis von 50 Kilometern nicht nähern. Auch darf er maximal ein halbes Jahr an einem Ort arbeiten. Die Wanderschaft ist in jeder Hinsicht eine praxisnahe Lebenschule, die den Gesellen hilft, ihren Horizont zu erweitern und Foto: Stutz beruflich Erfahrungen zu sammeln. „Keine Zeit ist so intensiv“, sagt Jean-Claude Stutz. Die Mitgliedschaft in der Zunft öffnet dabei auf der Wanderschaft weltweit die Türen. „Du kannst sogar in Australien an die Tür klopfen und bist sofort Familienmitglied“, lächelt der gebürtige Schweizer, der von 1993 bis 1997 nicht nur „down under“, sondern unter anderem auch in Marokko, Italien und Indonesien Station machte. Und so können sie beim Himmelfahrtstreffen in Erinnerungen schwelgen. „Man trifft Leute wieder, die man über 20 Jahre nicht gesehen hat“, sagt Sven Bülow, der 15 Jahre als Meister gearbeitet hat und heute Baustoffe verkauft. Auf die Telnehmer des Himmelfahrtstreffens wartet bis zum 2. Juni ein umfangreiches Programm mit Fahnenumzug, Musik, Tanz, Unterhaltung im Kühlhaus, Besivhtungstouren, Galadinner in der ehrbaren Herberge Knudsborg, Axtwurf-Wettbewerb und vielem mehr. Da dies ohne Spenden nicht zu finanzieren ist, freut sich die Flensburer Zunft über jede Unterstützung. Weitere Infos per E-Mail: altgeselle-flensburg@web.de www.rechtschaffene-zimmerer. de; himmelfahrtstreffen.com Parkfest Flensburg (mm) – Am Sonntag, 2. Juni, findet im Christiansenpark von 11 bis 16 Uhr wieder ein Parkfest für Kinder und Familien statt. Das Naturwissenschaftliche Museum mit seinen Ehrenamtlichen bietet mit dem Förderkreis Christiansenpark ein vielseitiges Programm mit vielen Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsenen an. Mit dabei sind in diesem Jahr unter anderem die Sternenfreunde Flensburg-Glücksburg mit ihren Teleskopen, die Pfadfindergruppe der Royal Rangers mit Stockbrot-Angeboten, der BUND mit vielen Informationen zur Natur der Stadt sowie die Spielemaus des Kinder- und Jugendbüros der Stadt. Ferner gibt es einen Fossilienflohmarkt, Piratengoldwaschen, Basteln und Mammut-Werfen. Bücherflohmarkt Flensburg (mm) – Ein Bücherflohmarkt der Buchhandlung und der Krankenhausbücherei findet am Dienstag, 4. Juni, von 10 bis 15 Uhr in der Lukashalle der Diako statt. Stadtbibliothek Flensburg (mm) – Die Stadt- Bibliothek bleibt am 31. Mai und am 1. Juni geschlossen. Die Leihfrist für die Medien wird automatisch bis zum nächsten Öffnungstag verlängert. Am Montag, dem 3. Juni ist wie gewohnt ab 15 Uhr geöfffnet.

Foto: Enguchu „Mama, Papa guck doch Mal!“ Flensburg (pen) – Wenn ein Kind nicht über Anblicken und Ansprechen Kontakt aufnimmt, sondern gleich grob am Ärmel zieht, hat das seine Gründe. „Mama/Papa guck doch Mal!“, so lautet 2019 die landesweite Kampagne der „Frühe Hilfen“. Sie informiert über die Auswirkungen des elterlichen Smartphone-Konsums auf die Entwicklung von Säuglingen und Kleinkindern. Es finden verschiedenste Veranstaltungen diverser Akteure statt. Auch werden eindrückliche Plakate verteilt, mit Fotos von Kindern, die vergeblich die Aufmerksamkeit ihrer Eltern suchen, weil die gerade das Smartphone nutzen. Mit Blick auf diese Bilder dürfte sich so mancher ertappt fühlen. Doch geht es nicht um den erhobenen Zeigefinger, sondern um gemeinsamen Austausch und Aufzeigen alternativer Möglichkeiten. Neben den Risiken hat die Nutzung von Medien unbestritten viele Vorteile und hier soll nichts verteufelt werden. Mehrere Projektpartner der „Frühe Hilfen“ berichten in einem Pressegespräch aus ihrem Alltag, um die Problematik verständlich zu machen. Nach ersten Erfahrungen mit der Kampagne möchte man jetzt mit Nachdruck in die Öffentlichkeit. „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir im Kindergarten mit den Medien umgehen“, so Angela Rix-Juister vom dt. Kinderschutzbund Flensburg. Zum Thema „Umgang mit Medien“ werden Eltern-Kind-Rallyes veranstaltet, um die Eltern zu sensibilisieren und es werden Alternativen zum Gebrauch von Medien aufgezeigt. Christiane Stühr vom ADS-Grenzfriedensbund erzählt: „Wir gehen auf die Straße und nehmen Kontakt zu den Eltern auf. Wir lassen alte Kinderspiele auf dem Bürgersteig wieder aufleben.“ Tolle Erfahrungen hat sie auch mit den Aktionsplakaten gemacht: „Die Plakate sprechen bildhaft und sind auch für ausländische Bürger verständlich. Eltern unterhalten sich darüber. Die Aussage eines Kindes war: „Guck Mal, das kenn ich!“ Auch Antje Redmann von pro familia hält viel von den Plakaten. „Schwangere Frauen zeigen eine gute Reaktion auf die abgebildeten Fotos. Sie meinen, das Thema wäre ihnen gar nicht so bewusst gewesen.“ Hier wirken die Bilder präventiv. „Das ganz kleine Kind merkt genau, ob Mama und Papa es anschauen oder abgelenkt sind. Die Auswirkung auf das Kind ist feststellbar.“, meint Volker Syring von Schutzengel e.V. Und weiter: „Die Frage ist, wie wir gemeinsam lernen, die Medien neu zu nutzen. Eltern werden von uns auf Augenhöhe behandelt. Wir bieten mit Ausflügen und Spielplätzen Alternativen. Und wir machen Smartphone- Ferien. Eine Woche wegfahren ohne Handy.“ Volker Syring Kostenlose Energieberatung erwähnt auch die Möglichkeit, sich Ideen bei Smartphone- Detox im Internet zu holen. „Es geht um die Bindung des Kindes an die Eltern. Das Kind braucht die Reaktion der Eltern auch über Gesten. Dies ist überlebenswichtig und relevant für die Entwicklung und das Fehlen kann sehr problematisch für die ganz Kleinen werden. Es ist wichtig, dass das Thema auch als Problem erkannt wird“, erklärt Kirsten Kaack vom Haus der Familie. Jane Radeke von der Koordinierungsstelle „Frühe Hilfen“ der Stadt Flensburg macht mit ihrer Aussage nachdenklich: „Fehlende Aufmerksamkeit, reduzierte Mimik und kein Blickkontakt der Eltern, dazu Gesten, die für das Kind nicht zur Situation passen, schränken die Bindungsfähigkeit des Kindes ein; ähnlich wie bei Kindern mit einem depressiven oder psychisch kranken Elternteil.“ Laut Volker Syring erschweren die Bindungsschwierigkeiten auch die spätere Schulbildung, da der Kontakt zu den Lehrern eingeschränkt ist. Doch nicht nur die Bindungsfähigkeit leidet. „Wenn die Impulse des Kindes nicht widergespiegelt werden, geht das Selbstwertgefühl verloren.“, meint Antje Redmann. Doch was führt zum übermäßigen Smartphonegebrauch? „Die Eltern glauben, immer erreichbar sein zu müssen. Durch die allgemeinen Anforderungen fehlt die Abgrenzung. Wir müssen lernen, nicht immer verfügbar zu sein. Außerdem sind viele Apps süchtig machend. Der Effekt ist der gleiche wie bei Glücksspielen und so wurden sie auch konzipiert. Dies geschieht über Farbgebung, Wechselbilder, Töne und Belohnungssystem.“, erklärt Jane Radeke. Maria-Theresia Schlütter, Dezernentin für Jugend, Soziales, Gesundheit und Zentrale Dienste ergänzt: „Im Arbeitsleben wird Multitasking erwartet. Da ist es Gewohnheit geworden trotz Gespräch auch noch Mails zu beantworten.“ Weitere Infos unter www.flensburg.de/fruehehilfen. SEITE 3 Flensburg - 29. Mai 2019 - Seite 3 Restpostenoutlet RESTPARTIER OUTLET HUSHOLDNINSVARER OP TIL 70% TILBUD! HAUSHALTSWAREN BIS ZU 70% RABATTIERT! 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Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentraleenergieberatung.de oder unter www.verbraucherzentrale. sh Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Foto: microstock3D/shutterstock

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